Pangaea Life: Retter in der Stagflation?

Die Sorge vor einer Stagflation geht um. Was können Vermittler tun, um ihre Kunden so gut es geht abzusichern? Mit der Pangaea Life gibt es eine Lösung.

Das Risiko Stagflation

0,2 Prozent Wirtschaftswachstum, plus 7,9 Prozent Inflationsrate und die Bundesregierung hat die „Alarmstufe zwei“ des Notfallplans Gas ausgerufen. Um gegenzusteuern, hat die Europäische Zentralbank (EZB) von ihrer jahrelangen Niedrigzinspolitik abgelassen und will den Leitzins erstmalig seit 2016 erhöhen. Das ist die Lage in der ersten Sommerwoche 2022. Für die Weltbank sind genügend auf die Wirtschaft störend einwirkende Faktoren zusammengekommen, um vor einer Stagflation zu warnen. Diese beschreibt grundlegend die Mischung aus einer Rezession und steigenden Preisen.

Für 2022 rechnet die Institution mit einem Wachstum von 2,9 Prozent – ein Szenario wie zuletzt in den 1970er-Jahren sei denkbar. Damals hatte die OPEC wegen politischer Spannungen im Nahen Osten die Ölförderung limitiert und damit den Ölpreis innerhalb kürzester Zeit deutlich in die Höhe getrieben. In westlichen Industriestaaten war eine wachsende Inflation ein Resultat daraus.

Heute nennt die Weltbank die russische Invasion der Ukraine und die Coronavirus-Pandemie als Gründe für ihre Sorgen.

„Gas ist ein knappes Gut“

Eine weitere Warnung kommt vom Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. „In Deutschland haben wir im Moment sehr hohe Preise und müssen die gezielt ausgleichen“, zitiert ihn die Wirtschaftswoche. Heil zufolge sind vor allem die Energiepreise und gestörte Lieferketten für die Inflation verantwortlich. Gerade auf den Energiepreisen liegt derzeit ein Schlaglicht, denn kürzlich rief Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck die Alarmstufe zwei des Notfallplans Gas aus. Auslöser dafür war eine Drosselung der Gaslieferungen durch Russland. „Wir haben in Deutschland eine Störung der Gasversorgung“, sagte Habeck dazu. „Gas ist von nun an ein knappes Gut in Deutschland.“ Als mögliche Folge davon könnten Gasanbieter die Preise erhöhen, was allerdings bislang noch nicht passiert sei. Das berichtete die Zeit.

Was bedeutet diese Gesamtsituation für Privatanleger und Kunden, die ebenfalls an den weltweiten Märkten teilhaben wollen? Dazu haben wir bei Uwe Mahrt nachgefragt, dem Geschäftsführer von Pangaea Life, der nachhaltigen Marke der Bayerischen.

Redaktion: Herr Mahrt, welche sind aus Ihrer Sicht die größten Risiken für private Anleger?
Uwe Mahrt

Uwe Mahrt: An den Finanzmärkten gehen wir allgemein davon aus, das Anlagerisiken quantifizierbar beziehungsweise berechenbar sind. Ausnahmesituationen stellen diese Annahme allerdings regelmäßig auf den Kopf – Beispiele dafür sind etwa die COVID-19-Pandemie oder der Krieg in Europa. Beide Krisen bringen für sich schon Inflationsrisiken mit, aber zusammen ist das Ganze ungleich explosiver. Die größten Risiken sind neben dem Krieg die Inflation und die damit einhergehenden volatilen Märkte. All das vernichtet großflächig Kapital.

Redaktion: Welche Auswirkungen haben die jüngsten Entscheidungen der EZB darauf und kamen diese Ihrer Meinung nach im richtigen Augenblick?

Uwe Mahrt: Zum Beispiel hat die EZB ihre Anleihekäufe beendet – das kann der Auftakt zur lang ersehnten Zinswende sein. Im Juli will sie die Leitzinsen anpassen. Die Auswirkungen spüren wir allerdings schon heute. Nehmen wir zum Beispiel mal die Zinsen für Immobilienkredite. Diese sind innerhalb von nur sechs Monaten von 0,9 Prozent auf über 3,0 Prozent gestiegen. Immobilienbesitzer sind gezwungen, sich entweder Alternativen zu suchen oder die Investitionen zu überdenken.

Redaktion: Wie können Privatanleger ihre Investments vor den oben genannten Risiken schützen?

Uwe Mahrt: Einen hundertprozentigen Schutz gibt es leider nie. Allerdings ist es Kunden möglich, Risiken zu vermeiden und auf solide Investments mit geringer Schwankung zu bauen. Bei der Auswahl würde ich mich stets auf Investments konzentrieren, die ich selbst auch nachvollziehen kann.

Redaktion: Es heißt oft, die Pangaea Life sei in Zeiten der Krise resilient – woran liegt das?

Uwe Mahrt: Die Sachwertefonds der Pangaea Life sind robust und nachhaltig zugleich aufgestellt. Sie unterliegen nicht den Schwankungen des Kapitalmarkts. Wir investieren in konkrete Projekte aus dem Bereich Nachhaltigkeit. Der Pangaea Life Blue Energy Fonds zum Beispiel erzielt seine Rendite aus der Stromerzeugung und dem -verkauf durch erneuerbare Energien. „Grüner“ Strom ist zu großen Teilen durch staatlich garantierte Einspeisevergütungen oder Stromabnahmeverträge gesichert, das heißt, wir können auch in Krisenzeiten eine stabile Rendite aufweisen (weitere Informationen dazu gibt es im Beitrag „Pangaea Life Fonds als Performancekünstler“).

Redaktion: Welche Auswirkungen haben die Turbulenzen am Energiemarkt auf die Fonds der Pangaea Life?

Uwe Mahrt: Nicht nur die Turbulenzen am Energiemarkt, auch insbesondere die Entscheidungen der neuen Regierung, ganz konsequent auf erneuerbare Energien zu setzen, treiben die Preise derzeit in die Höhe.

Redaktion: Welche Neuheiten sind bei der Pangaea Life derzeit in Planung? Was erwartet uns in der näheren Zukunft?

Uwe Mahrt: Wir gehen davon aus, dass im Jahr 2023 die neuen Energiespeicher in Belgien ans Netz gehen werden. Außerdem haben wir uns an einem der größten Windparks im hohen Norden von Norwegen beteiligt. Weitere Windkraftobjekte in Litauen und Polen stehen ebenfalls noch auf unserer Liste. Und zuletzt wollen wir in Spanien den Ausbau von Solarenergie vorantreiben.

Pangaea Life im Überblick

Seit 2017 vereint die Pangaea Life Sicherheit, Nachhaltigkeit und Absicherung in ihren Produkten. Ihr Leitsatz: Alles auf Anfang. Die Erde muss im Sinne der Nachhaltigkeit als Einheit gesehen werden, aller Kontinentalbewegung, Abgrenzung und Spaltung zum Trotz. Die Pangaea Life Fonds investieren ausschließlich in der Nachhaltigkeit zuträgliche Projekte. Während „Blue Energy“ in erneuerbare Energien und Energieeffizienz investiert, stehen beim wesentlich jüngeren „Blue Living“-Fonds nachhaltige Immobilien im Vordergrund. Was die Pangaea Life Fonds abseits von den aktuellen Krisen so attraktiv macht, sind die Bestrebungen vonseiten der Politik, den Kontinent von Emissionen zu befreien. Auch ohne Corona oder Kriege sprechen die Zeichen der Zeit also für die Pangaea Life.
Weitere Informationen zu den Pangaea Life Fonds finden Interessierte im Beitrag „Nachhaltiges Investment für die Zukunft“.

Titelbild: ©Photocreo Bednarek/ stock.adobe.com, Beitragsbild: © die Bayerische

Autor

Lars-Eric Nievelstein
Lars-Eric Nievelstein
Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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