Leon Hofmann: „Wir sehen uns gut für die Zukunft gerüstet“

Ab dem 1. Januar 2022 gilt ein neuer Höchstrechnungszins. Kunden, die noch von den alten Konditionen profitieren wollen, bleibt nicht mehr viel Zeit. Die Bayerische hat sich bereits entsprechend positioniert. Wie das im Detail aussieht, weiß Leon Hofmann, Produktmanager Altersvorsorge.

Beitragsanpassungen im neuen Jahr

Die Uhr tickt: In weniger als anderthalb Monaten tritt der neue Höchstrechnungszins ein. Statt den bisher geltenden 0,9 Prozent beträgt er dann noch 0,25 Prozent. Für Kunden, die neue Verträge in der Lebensversicherung abschließen wollen, bedeutet das unter Umständen gewisse Nachteile. Verschiedene Verträge werden teurer, außerdem müssen Versicherer hinsichtlich Garantien ihre Strategien anpassen. Weitere Informationen rund um den Rechnungszins gibt es in diesem Beitrag: Handeln, bevor alles teurer wird. Welche Auswirkungen hat die Rechnungszinssenkung auf die Produkte der Bayerischen? Das haben wir Leon Hofmann, Produktmanager Altersvorsorge, gefragt.

Redaktion: Herr Hofmann, welche Maßnahmen ergreift die Bayerische angesichts der Rechnungszinssenkung?

Leon Hofmann: Mit der Senkung des Rechnungszinses bedarf es einer Anpassung der Kalkulation aller Lebensversicherungsprodukte. Wir werden entsprechend unsere Produkte mit dem neuen Rechnungszins von 0,25 Prozent anstelle des bisherigen Rechnungszinses von 0,90 Prozent berechnen. Diese Neuberechnung werden wir nutzen, um unsere Produktwelt weiter zu verbessern.

“Der Effekt des Rechnungszinses ist je nach Produkt unterschiedlich.”

Redaktion: Wie wirkt die Senkung sich auf die Produkte der Bayerischen aus?
Leon Hofmann, Produktmanager Altersvorsorge

Leon Hofmann: Der Effekt des Rechnungszinses ist je nach Produkt unterschiedlich. In der Biometrie erhöht eine alleinige Anpassung des Rechnungszinses den Nettobeitrag, wohingegen bei Altersvorsorgeprodukten die Ablaufleistung beziehungsweise der Rentenfaktor sinkt.

Redaktion: Wie sieht es speziell bei der Riester-Rente aus?

Leon Hofmann: Die Riester-Rente ist besonders von dieser Veränderung betroffen. Das ist vor allem einer gesetzlichen Pflicht zu einer 100-prozentigen Bruttobeitragsgarantie geschuldet. Weil wir als Anbieter hier keine verminderten Garantien anbieten dürfen, mussten wir das Produkt auf den Prüfstand stellen, damit wir Riester auch in 2022 anbieten können. Herausgekommen ist ein sehr kostengünstiges Produkt, das es ausschließlich als Nettotarif gibt. Wir beschreiten damit bei Riester ganz neue Wege.

Redaktion: Ein Blick in die Zukunft: Wie schätzen Sie die künftige Entwicklung des Höchstrechnungszinses ein?

Leon Hofmann: Eine Prognose des Höchstrechnungszinses ist zunächst einmal ein Blick in die Glaskugel. Jedoch müssen wir uns darauf einstellen, dass das Niedrigzinsniveau noch einige weitere Jahre anhält und der Höchstrechnungszins nicht steigen wird. Aus unserer Sicht wird damit die Bedeutung von Fondspolicen ohne Garantien weiter steigen.

“Wir sehen uns gut für die Zukunft gerüstet.”

Redaktion: Wie ist die Bayerische in der Hinsicht aufgestellt?

Leon Hofmann: Wir sehen uns mit einem flexiblen und zugleich sehr kostengünstigen Produkt gut für die Zukunft gerüstet. Mit dem Kapitalanlagekonzept der Pangaea Life und den plusrenten-Tarifen bieten wir bereits heute unseren Kunden einen einzigartigen Mehrwert. Unabhängig von der Entwicklung des Höchstrechnungszinses führt an der Bayerischen kein Weg vorbei, wenn es um hervorragende und innovative Altersvorsorgeprodukte geht.

Im Video erklärt Leon Hofmann, welche Produkte genau betroffen sind und wo sich die Rechnungszinssenkung am stärksten auswirkt.

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Und unter dem nachfolgenden Link stellt die Bayerische zudem einen Zinsrechner zur Verfügung. Mit diesem können Vermittler ihren Kunden spontan ausrechnen, wie die Zinssenkung im individuellen Fall zum Tragen kommt. Und auf der Landingpage zum Thema Höchstrechnungszins gibt es hilfreiche Downloads, Videos und FAQ für die Beratung.

Titelbild und Beitragsbild: © die Bayerische

Autor

Lars Nievelstein
Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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