Zielgruppe Gebäudereiniger: Saubere Lösung für das Handwerk

Gebäudereiniger sind das größte Handwerk in ganz Deutschland – und unterliegen ganz besonderen Risiken. Die Bayerische hat speziell für die Zielgruppe ein individuelles Versicherungskonzept erstellt. Wie sieht das im Detail aus?

Die Gebäudereiniger in Zahlen

Das Handwerk der Gebäudereiniger ist eines der dynamischsten der Bundesrepublik. Zwischen 2008 und 2019 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Gebäudereinigung um 47,6 Prozent gestiegen, der Durchschnitt für das Handwerk liegt bei plus 15,4 Prozent. Laut dem Bundesinnungsverband „Die Gebäudereiniger“ umfasst es rund 700.000 Beschäftigte, die in mehr als 29.400 Betrieben tätig sind – so viele wie sonst kein anderen Handwerk. Im Jahr 2022 hat die Branche einen Umsatz von 22 Milliarden Euro erwirtschaftet (vorläufige Zahlen).

Arbeitsintensiv wie sonst niemand

Dabei umfasst der Aufgabenbereich des Gebäudereiniger-Handwerks neben der klassischen Gebäudereinigung sämtliche Service- und Dienstleistungen in und an Gebäuden. Der Innungsverband listet zum Beispiel noch Dienste wie die folgenden auf:

  • Catering-Services
  • Hol- und Bringdienste
  • Hausmeister-Dienste
  • Parkraumbewachung
  • Grünflächenpflege und Winterdienst

Diese gehören bereits zum Standard-Repertoire vieler Unternehmen der Branche. Die Orientierung in Richtung Qualität, eine einzigartige Leistungsstärke sowie die Bereitschaft, Herausforderungen des Marktes zu erkennen und unternehmerisch zu bewerten, habe die Gebäudereiniger zum modernen Dienstleistungshandwerk gemacht. Als Wirtschaftsfaktor ist die Branche unverzichtbar, außerdem gilt sie als sicherer Arbeitgeber. Mit einem Lohnkostenanteil von durchschnittlich 85 Prozent bewertet der Verband die Gebäudereinigung als so arbeitsintensiv wie sonst kaum eine Branche.

Saubere Ausbildung

Junge Berufsanfänger starten hier in einen vielseitigen, staatlich anerkannten Ausbildungsberuf. Die Ausbildung dauert insgesamt drei Jahre lang und vermittelt den Auszubildenden umfangreiche Kenntnisse zur Art und Beschaffenheit von Gebäuden und Bauteilen. Die Gebäudereiniger arbeiten mit verschiedensten Maschinen und Reinigungstechnologien, außerdem lernen sie umweltgerechte Reinigungsverfahren kennen. Zuzüglich zu technischen, mathematischen, chemischen und physikalischen Kenntnissen müssen die Auszubildenden über die notwendige körperliche Eignung verfügen.

Risiken für Gebäudereiniger

Der vielfache Einsatz von Chemikalien bleibt nicht ohne Spuren: Laut der BG BAU Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft gibt es jährlich zahlreiche Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit. Säuren und Laugen verätzen die Haut, Augen und Atemwege der Reiniger, sobald sie nicht ausreichend für Schutz sorgen. Lösemitteldämpfe können Organe und das Nervensystem schädigen. Darüber hinaus erleiden jedes Jahr etwa 4.000 Gebäudereiniger Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle. Gerade die Arbeit in der Fensterreinigung, auf Leitern und Hebebühnen, bringt ein erhöhtes Absturzrisiko mit sich. Zuletzt können gleichförmige Bewegungen und eine unergonomische Arbeitshaltung die Wirbelsäule, Gelenke oder die Muskulatur der Reiniger belasten.

Gewerbeversicherung für Gebäudereiniger

Seit vergangenem Jahr stellt die Versicherungsgruppe die Bayerische ein erweitertes Angebot an branchenspezifischen Gewerbeversicherungen zur Verfügung. Diese sind passgenau auf die jeweiligen Bedürfnisse des Gewerbes abgestimmt. Für spezielle Branchen gibt es vorgefertigte Angebote: Dazu gehören etwa die Hotellerie und Gastronomie, der Textilhandel, Heilnebenberufe und Elektriker. „Unsere Leidenschaft gilt Lebenswerken. Wir wollen die beste Unterstützung zur Erfüllung von Lebensträumen bieten“, sagte Martin Gräfer, Vorstandsmitglied der Bayerischen, in einer Pressemeldung dazu. „Individuelle Branchenlösungen für den passenden Schutz der Kunden – das ist unser Ziel mit der Gewerbeversicherung der Bayerischen.“

Die Allgefahrendeckung

Dieser Schutz passt sich den ganz eigenen Tücken und Besonderheiten der verschiedenen Branchen an. Die Allgefahren-Deckung in der Inhaltsversicherung bietet Unternehmen zusätzliche Sicherheit, indem sie die Beweislast umkehrt. So ist alles mitversichert, was nicht ausdrücklich in den Versicherungsbedingungen ausgeschlossen ist. Bei allen Produkten gibt es abschließend nachhaltige Mehrleistungen, sodass auch Kunden mit entsprechenden Wünschen auf ihre Kosten kommen.

Titelbild: © photo-nature / stock.adobe.com

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Autor

NewFinance Redaktion
NewFinance Redaktionhttps://www.newfinance.de
Hier bloggt die Redaktion von NewFinance.today zu allgemeinen und speziellen Themen rund um Versicherung, Finanzen und Vorsorge aber auch zu Unternehmensthemen der Bayerischen. Wir wünschen eine spannende und interessante Lektüre!

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