D-Lounge „New Work”: Revolution am Arbeitsmarkt?

„Nie zuvor hat irgendein Ereignis in so kurzer Zeit derart umfassend das Arbeitsleben umgekrempelt”.

Ifo-Wissenschaftler Mathias Dolls

D-Lounge „New Work”: Corona hat Arbeitsbedingungen dauerhaft verändert

Zweieinhalb Jahre nach der Pandemie ist das Heim-Büro zum weltweit verbreiteten Arbeitsplatz geworden. Eine Umfrage des Ifo-Institutes kommt zu dem Ergebnis, dass in den abgefragten 27 Ländern im Schnitt 1,5 Tage Homeoffice pro Woche üblich sind. Die Hälfte der befragten Beschäftigten befanden, sie seien im Homeoffice produktiver. Sie möchten auf keinen Fall mehr auf die Arbeit von zu Hause aus verzichten und würden deshalb sogar den Arbeitgeber wechseln.

Revolution am Arbeitsmarkt

Was gestern unmöglich schien, ist heute Realität. Und morgen überholt. New Work und die zunehmende Vernetzung der Welt, schenkt uns eine bislang nicht dagewesene Freiheit und Mobilität von Arbeit.

Alles steht auf dem Prüfstand

Mit dem Rückenwind von Corona rückt die klassische Arbeitswelt immer mehr in den Fokus: Homeoffice, hybrides Arbeiten, hierarchielose, hyperagile Organisationen, shared-desk-Konzepte, die Auflösung der klassischen Bürostruktur, waren nur der Anfang. Urlaubsumfang und die 5-Tage-Woche – nun steht alles auf dem Prüfstand. „New Work”. Das ist das spannende Thema der nächsten:

D-Lounge von die Bayerische und DELA: „New Work” – Revolution am Arbeitsmarkt? 07. Dezember 2022. 18:00 Uhr. Live aus der DELA-Zentrale in Düsseldorf

Future of work. Vorurteile halten sich hartnäckig

Die geburtenstarken Babyboomer verabschieden sich. Gleichzeitig hebeln Millenials und die nachrückende Generation Z starre Arbeitsmodelle sukzessive aus. Doch im Gegensatz zum Homeoffice gilt das Büro noch immer als Ort der „wahren Arbeit”. Deutschland zurück in die Zukunft? Die Pflicht zum Homeoffice ist im März ausgelaufen. Knapp 25 Prozent der Arbeitnehmer arbeiten aber weiterhin von zu Hause aus. Einen Anspruch auf Homeoffice aber wird es erst einmal nicht mehr geben.

Andere Länder erproben schon die 4-Tage-Woche

Belgien dagegen hat bereits die vier-Tage-Woche bei gleicher Arbeitszeit beschlossen. Dort können Arbeitnehmer ihre Wochenarbeitszeit künftig flexibel an vier oder fünf Tagen in der Woche verrichten. Die Gesamtarbeitszeit ändert sich aber nicht. Nach Angaben von Belgiens Premierminister Alexander De Croo sollen Beschäftigte so mehr Flexibilität und Freiheit erhalten. Dies solle der Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben zugutekommen.

Auch Großbritannien testet verkürzte Arbeitswochen

Mehr Zeit für Familie. Mehr Zeit zur Regeneration. Nur vier Tage pro Woche arbeiten – kann das funktionieren? 70 Unternehmen mit insgesamt 3300 Mitarbeitern testen das derzeit in Großbritannien. Es ist das weltweit größte Experiment dieser Art. Ein Forscherteam soll auswerten, ob die Produktivität steigt, wie sich die Arbeit verändert, wie es den Arbeitskräften dabei geht. Daran beteiligt sind die Universitäten Cambridge und Oxford, die die Ergebnisse dieses weltweit größten Versuchs noch in diesem Jahr veröffentlichen wollen.

Mehrheit auch hierzulande für Einführung

Auch in Deutschland spricht sich eine Mehrheit dafür aus. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv würden es 71 Prozent der Befragten begrüßen, wenn Deutschland dieses Modell übernehmen würde. 22 Prozent fänden diese Möglichkeit dagegen nicht gut. Auf Zustimmung stösst das «Belgische Modell» vor allem bei den 30- bis 44-Jährigen (81 Prozent) und den Befragten mit höherem Bildungsabschluss (Abitur, Studium: 75 Prozent).

Flexibilität soll Arbeitgeberattraktivität stärken

Teilzeit auch für Führungskräfte, Job-Sharing, Homeoffice, Tischkicker, Begrüßungsgeld, Firmen E-Bike, Yoga-Retreats – die schöne neue Arbeitswelt wirkt bunt, flexibel und immer gut gelaunt. Firmen überbieten sich mit originellen Zusatzleistungen. Doch hinter der neu entdeckten Wertschätzung steckt auch ein knallharter Wettbewerb. Denn: Die geburtenstarken Babyboomer verabschieden sich. Und die nachrückende Generation wird die Lücke nicht füllen.

Drei Viertel der deutschen Unternehmen rechnen mit Schwierigkeiten, neue Mitarbeiter zu gewinnen

76 Prozent der Unternehmen in Deutschland und Österreich erwarten, dass sie nicht nur in diesem Jahr mit Personalschwierigkeiten zu kämpfen haben. Dies hat WTW in einer groß angelegten Umfrage herausgefunden, an der weltweit 1650 Unternehmen mit 11,9 Millionen Mitarbeitenden teilnahmen, darunter 50 Unternehmen aus Deutschland und Österreich mit 413 000 Beschäftigten.

Was fördert Wohlbefinden, Motivation und Kreativität der Mitarbeiter?

Firmen müssen zunehmend ihre Kultur hinterfragen und sich auf dauerhafte Veränderungen einstellen, sagen Experten. Unternehmen, Personalabteilungen und Recruiter sehen sich mit einem steigenden Konkurrenzdruck um qualifizierten Nachwuchs und High Potentials konfrontiert, da sich Angebot und Nachfrage umkehren. Am Ende sei die alles entscheidende Frage: Wie halte und bekomme ich gute Mitarbeiter?

Viel Stoff zum Diskutieren. Seid gespannt! Auf einen Austausch, wie ihn nur die D-Lounge schafft.

Unsere Gäste: 

Miriam Höller, Speakerin, Model, Unternehmerin und Ex-Stuntfrau, die schon in vielen Ländern gelebt und gearbeitet hat, sagt: Ohne Risiken einzugehen, gibt es keine Veränderung, Alexander Müller-Benz, Head of people and culture bei der Bayerischen über Chancen und Grenzen von New Work , Stefanie Weidner, zuständig für Unternehmensentwicklung und Corporate Innovation beim Kölner Maklerbetrieb GründerFinanz, sagt, digitale Strukturen und Plattformen ermöglichen bei uns immer mehr ortsunabhängiges Arbeiten, Franziska Zepf, Geschäftsführerin von PremiusMakler und www.die-gründerinnen.de und weit gereiste Social Media Expertin, berichtet von ihrem eigenen Work and Travel-Lifestyle, Patrick Hamacher, Geschäftsführer von ‘Was-ist-Versicherung.de’ und ‘Hamacher Versicherungsmakler’ gibt uns interessante Einblicke in die spezielle Existenz- und Ausgabenabsicherung von Freelancern, Selbständigen, Online-Unternehmern und digitale Nomaden.

Unsere Moderatoren: 

Dr. Rainer Demski (NewFinance) und Walter Capellmann (DELA) freuen sich auf spannende Gäste und eine lebendige Diskussion.

Das ist die D-Lounge
Viermal im Jahr. Vier Städte. Vier Themen. Über 30 Speaker. Wie immer im Fokus: Aktuelle Themen, die die Branche beschäftigen. Das Besondere an unserem beliebten Feierabend-Talk. Vermittler können vor Ort oder virtuell an der D-Lounge teilhaben. Jeweils 20 Plätze sind verfügbar. Online natürlich unbegrenzt. Am 07. Dezember heißt es Willkommen zur Lounge „New Work“ im DELA-Hauptquartier Düsseldorf.

Hier kostenfrei zur D-Lounge anmelden:

An jedem Termin der D-Lounge freuen wir uns, die ersten 20 Interessenten als Gäste vor Ort begrüßen zu dürfen.

Titelbild: © New Finance

Autor

Ute Laibl
Ute Laibl
Ute Laibl hat an der LMU in München Politikwissenschaft studiert und war lange als CvD und Filmautorin beim ZDF. Jetzt freut sie sich, bei New Finance ihre Erfahrung als Multimedia-Redakteurin einzubringen. In ihrer Freizeit findet man sie (wieder) auf dem Tennisplatz und unterwegs in den Bergen, frei nach dem Slogan: Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht.

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