Neue Cloud-Features: Eine saubere Wolke

Digitalisierung braucht Strom – und damit gehen erhöhte CO2-Emissionen und eine Belastung für die Umwelt einher. Vielen ist das nicht bewusst. Google hat deshalb ein neues Feature vorgestellt, das Kunden zeigen soll, wie hoch ihr CO2-Fußabdruck durch die Cloud-Nutzung ist.

Was haben Internetnutzung und Flugverkehr gemeinsam?

Viele Menschen versuchen, sich an ihrem Arbeitsplatz nachhaltig und umweltbewusst zu verhalten – und drucken zum Beispiel keine E-Mails und Verträge mehr aus, um Papierverschwendung zu vermeiden. Stattdessen wird eine Cloud für die Speicherung der Daten genutzt.
Jedoch hat auch dieses Vorgehen ein Nachspiel: Die Online-Nutzung verursacht ebenso CO2-Emissionen, die die Umwelt belasten und den Klimawandel beschleunigen. Experten schätzen laut einem Bericht der Stuttgarter Zeitung, dass durch die Internetnutzung weltweit so viele CO2-Emissionen anfallen wie durch den globalen Flugverkehr. Tendenz steigend.
Das Bundesumweltministerium nimmt an, dass sich in Deutschland die CO2-Emissionen der Informations- und Kommunikationstechnik auf rund 30 Millionen Tonnen im Jahr belaufen. Den größten Anteil am Energieverbrauch haben dabei das Videostreaming und das Versenden von Videos. Aber auch das Speichern und Versenden von Daten erfordert viel Kapazitäten in den Rechenzentren.

„Unser digitaler Lebensstil ist in der vorliegenden Form nicht zukunftsfähig

So zitiert die Zeitung eine Sprecherin des Ökoinstituts. Weiter: „Selbst wenn die Zahlen nur eine grobe Schätzung darstellen, so zeigen sie allein aufgrund ihrer Größenordnung, dass sowohl bei den Endgeräten als auch in den Datennetzwerken und den Rechenzentren noch erhebliche Anstrengungen unternommen werden müssen, um Treibhausgasemissionen zu senken.“

Wie hoch ist mein CO2-Fußabdruck?

Einen hohen Anteil an diesem Energieverbrauch haben die Tech-Riesen Amazon, Facebook, Google und Co. Einige davon haben sich als Reaktion darauf Nachhaltigkeitsziele gesetzt. Google will bis 2030 weltweit rund um die Uhr emissionsfrei agieren können. Seit 2017 gleicht der Tech-Riese seinen Energieverbrauch mit dem Kauf erneuerbarer Energien aus. Momentan arbeitet Google wohl vor allem auch daran, seinen Cloud-Dienst nachhaltiger zu gestalten. 

In einer Mitteilung verspricht das Unternehmen: „Wir werden Kundinnen und Kunden von Google Cloud die sauberste Cloud der Branche bieten. Bis es soweit ist, wird jede Google Cloud-Region mit einem Mix aus zunehmend CO2-freier und immer weniger fossiler Energie versorgt.“

Währenddessen will Google seinen Nutzern mehr Transparenz bieten. Eine neue kostenlose Funktion soll deshalb Cloud-Usern Berichte zu ihrem individuellen CO2-Fußabdruck durch die Nutzung der Cloud zur Verfügung stellen, der ja für diese schwer einzuschätzen ist. Vor allem für Business-Kunden, die sich selbst Nachhaltigkeitsziele gesetzt haben, kann diese Funktion wertvoll sein.

Google will in diesem Fall dann auch Empfehlungen zur Verringerung der Emissionen geben können. Dazu gehört zum Beispiel, das Tool „Unattended Project Recommender“ um den Aspekt Nachhaltigkeit zu erweitern. Dieses kann dann angeben, wie viel Emissionen Kunden einsparen können, wenn sie nicht mehr gebrauchte Dateien von abgeschlossenen oder aufgegebenen Projekten eliminieren. 

Auch andere Unternehmen bemühen sich um Nachhaltigkeit

Neben Google plant übrigens auch Microsoft, bis 2030 emissionsfrei zu sein – und möchte sogar bis 2050 den gesamten CO2-Ausstoß aus der Atmosphäre zurückholen, den das Unternehmen seit seiner Gründung verursacht hat. Ein wichtiges Element für dieses Ziel sei unter anderem eine nachhaltige Cloud, teilte das Unternehmen im Sommer mit: „Die Microsoft Cloud for Sustainability ermöglicht umfassende, integrierte und automatisierte Analysen, mit denen Unternehmen ihren ökologischen Fußabdruck erfassen und durch gezielte Maßnahmen verringern können.“

Aber auch Versicherungsunternehmen wie die Bayerische machen sich Gedanken über ihren CO2-Fußabdruck: Das Unternehmen will mit seiner ambitionierten Nachhaltigkeitsstrategie seine Netto-CO2-Bilanz bis 2027 aus eigener Kraft auf null senken.Schon heute wirtschaftet die Versicherungsgruppe und ihr selbstständiger Exklusivvertrieb über Ausgleichszertifikate klimaneutral.

„Der Klimawandel droht der Menschheit mit einem größtmöglichen Schadensfall. Um diesen zu verhindern, müssen wir heute gemeinsam konsequent handeln. Indem wir unseren CO2-Ausstoß Jahr für Jahr drastisch reduzieren und die übrigen Emissionen mithilfe von nachhaltigen Projekten kompensieren, leisten wir unseren Beitrag für eine lebenswerte Zukunft aller Menschen. Mit der zusätzlichen Kompensation der CO2-Emissionen unseres selbstständigen Exklusivvertriebs zeigen wir, dass wir es mit dem Klimaschutz ernst meinen, sagt Dr. Herbert Schneidemann, Vorstandsvorsitzender der Versicherungsgruppe die Bayerische.

Titelbild: ©vitaliymateha/stock.adobe.com

Autor

Lisa Mayerhofer
Mitglied der NewFinance-Redaktion mit vorherigen Stationen beim Süddeutschen Verlag und Burda Forward.

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