Der Rechnungszins: Handeln, bevor alles teurer wird

Zum neuen Jahr sinkt der Höchstrechnungszins. Das bedeutet eine Verteuerung verschiedener Produkte. Welche Vorteile bringt das dem Vermittler und wie unterstützt die Bayerische ihn?

Von vier auf 0,25

„Damit wird der Höchstrechnungszins ab 1. Januar 2022 auf 0,25 Prozent gesenkt.“ So steht es im aktuellen Finanzbericht 2022 des Bundesministeriums der Finanzen. Es ist nur einer von vielen Schritten in Richtung der Null, die der Höchstrechnungszins seit seiner letzten Hochphase von 4,00 Prozent im Jahr 2000 durchmachte. Damals bekamen Kunden, die eine Renten- oder Lebensversicherung abgeschlossen hatten, pro Jahr vier Prozent Zinsen auf ihr Kapital.
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Der Höchstrechnungszins im Überblick

Seit seiner Einführung gewährt der Höchstrechnungszins eine „Mindestdotierung der Rückstellungen, die Lebensversicherer für die Versicherungsverträge in ihren Bilanzen ausweisen“, erklärt das Bundesministerium. Er gilt bei allen Produkten aus der Sparte der Lebensversicherungen, zum Beispiel Kapitallebens- oder Rentenversicherungen. Der Höchstrechnungszins limitiert den Zinssatz auf die Sparanteile in den Beiträgen der Kunden. Dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zufolge gilt der neue Garantiezins (zum Beispiel nach seiner Senkung im neuen Jahr) stets nur für neu abgeschlossene Verträge. Das heißt: Kunden mit laufenden Verträgen sind im Vorteil.

Darum sinkt der Höchstrechnungszins

Grundsätzlich soll ein Absenken des Garantiezinses die Verbraucher schützen und verhindern, dass die Versicherer für ihre Altersvorsorgeprodukte Garantien versprechen, die sie am Ende nicht einhalten können. Die Entscheidung obliegt final dem Bundesministerium der Finanzen. Allerdings geben die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) sowie die Deutsche Aktuarsvereinigung (DAV) Empfehlungen.

Die finanzpolitischen Entscheidungen der EZB und die damit verbundene Niedrigzinsphase sind ausschlaggebende Faktoren für die Empfehlung der DAV. Die Vereinigung begründet ihre Empfehlung unter anderem mit dem „2020 erneut gesunkenen Zinsniveaus und der hohen Unsicherheit der weiteren Kapitalmarktentwicklung“. Weiterhin habe die Europäische Zentralbank (EZB) angekündigt, Raum für weitere Zinssenkungen zu sehen.

Welche Produkte sind betroffen?

Die Auswirkungen eines niedrigeren Höchstrechnungszinses sind simpel erklärt: „Die Rechnungszinssenkung hat Auswirkungen auf die gesamte Altersvorsorgewelt.“ So drückt es Leon Hofmann aus, Produktmanager Altersvorsorge bei der Bayerischen. Neben den üblichen Verdächtigen Riester- und Rürup-Rente sowie der bAV sind auch garantielose fondsgebundene Rentenversicherung darin eingeschlossen. Klassische Rentenversicherungen, weiß Leon Hofmann, sind besonders von der Senkung betroffen. Kristine Rößler, Produktentwicklung die Bayerische, warnt, dass auch in der Berufsunfähigkeitsversicherung die Beiträge steigen werden. Wichtig sei jedoch die Differenzierung. Die Auswirkungen des niedrigeren Zinses sind den Experten zufolge deutlich von der Laufzeit des jeweiligen Vertrags abhängig. Je länger ein Vertrag läuft, umso stärker sind diese bemerkbar.
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Die folgenden Produkte sind von der Absenkung des Garantiezinses betroffen:

  • Berufsunfähigkeits- und Grundfähigkeitsversicherung
  • Riester
  • bAV (Klassik & Fondsrente mit Garantie)
  • Fondsrente mit Garantie in der 3. Schicht
  • Fondsrente ohne Garantien
  • KlassikRente in der 3 Schicht
  • Sterbegeldversicherung

Bis zum Eintreten des neuen Zinses sind die betroffenen Produkte für Kunden noch günstiger im Abschluss – teilweise sogar deutlich günstiger. In der Altersvorsorge zum Beispiel ergeben sich laut Maximilian Buddecke, Leiter Partner- und Kooperationsvertrieb der Bayerischen, Vorteile von bis zu 17 Prozent.

Garantieretteraktion die Bayerische

Das zeigt: Es lohnt sich gerade jetzt, mit Kunden über das Thema Altersvorsorge zu sprechen und ihnen die bis zum Jahresende geltenden Vorteile klarzumachen. Die Bayerische unterstützt Vermittler hierbei mit einer eigenen Landing-Page. Diese finden Interessierte unter dem nachfolgenden Link. Nebst Rechenbeispielen und Produktinformationen hat die Bayerische einen Zinsrechner entworfen, der den individuellen Vorteil des Kunden aufzeigen kann. Außerdem haben Vermittler dort alle Vertriebsunterlagen und Anträge auf einen Blick. Der Rechner kann Beispiele für die klassische Altersvorsorge, die Berufsunfähigkeitsversicherung, Grundfähigkeitenversicherung und die Risikolebensversicherung erstellen. So können Vermittler live in der Beratung aufzeigen, wie günstig ein Abschluss des entsprechenden Produkts noch in diesem Jahr für den Kunden ist.
Zuletzt gibt es von der Bayerischen auch Garantiezertifikate zum Herunterladen. Diese garantieren Kunden, dass sie sich nach Abschluss eines kleinen Vertrags noch in 2021 im späteren Vertragsverlauf eventuelle Erhöhungen zum alten, besseren Rechnungszins sichern. Dabei gelten immer die jeweiligen Bedingungen.

Aus der Urkunde “Zinsgarantie für die Fondsrente”

Die Zertifikate gibt es unten auf der Landingpage.

Bestandsaktion

Die Bayerische empfiehlt ihren Vertriebspartnern eine aktive Kommunikation auch bei den Bestandskunden. Die Sicherung des aktuellen Zinssatzes für die Zukunft könnte ein wesentliches Asset in der Beratung darstellen.

Zur Landingpage Garantiezins der Bayerischen Zum Zinsrechner

Titelbild & Beitragsbild: © die Bayerische

Autor

Lars Nievelstein
Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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