Pangaea Life und Central Park: Das unterscheidet die USA und Deutschland

Nachhaltige Investments nehmen sowohl in Deutschland als auch in den USA einen immer größeren Raum am Aktienmarkt ein. Zwischen dem Anlageverhalten in den beiden Ländern gibt es jedoch große Unterschiede. Uwe Mahrt war in New York, um einen genaueren Blick auf diese Unterschiede zu werfen – und darauf, wie die Amerikaner das Thema Nachhaltigkeit angehen.

SEC und Nachhaltigkeit

Ein Ergebnis dieser Reise: Zwei hochspannende Interviews mit in New York ansässigen Finanzexperten. Dabei traf sich Uwe Mahrt, CEO von Pangaea Life, mit dem Chefredakteur von Inside Wirtschaft, Manuel Koch. Vor der Kulisse der New York Stock Exchange gingen die beiden der großen Frage nach, was Anleger bei nachhaltigen Investments beachten sollten. Eine spannende Entwicklung in den Vereinigten Staaten ist derzeit, dass die Securities and Change Commission (SEC) einen genaueren Blick auf nachhaltige Investmentfonds werfen will. Uwe Mahrt befürwortet diesen Schritt – immerhin geht es zunächst darum, überhaupt einmal Klarheit zu schaffen. „Der Begriff der Nachhaltigkeit ist nicht geschützt. Die SEC will vor allem Klarheit schaffen. Sie hätte gern, dass schon aus dem Namen eines Fonds ersichtlich wird, was da drinsteckt.“ Aktuell gebe es nachhaltige Fonds, die eigentlich nicht mehr als vier oder fünf Prozent grün sind. So etwas wollen die Amerikaner vermeiden.

Ein Blick nach Europa

In Europa rückt Nachhaltigkeit vor allem im Zuge der Green New Deal-Strategie weiter in den Vordergrund. Offenlegungs-VO, Nachhaltigkeitspräferenzen und MiFID halten seit einiger Zeit Versicherer und Vermittler auf Trab. Weiterhin besprachen Manuel Koch und Uwe Mahrt die große Kluft in der Aktienquote zwischen den USA und Deutschland. Einen der Gründe dafür, warum Deutschland in Sachen Aktien noch eher schwach aufgestellt ist, sieht Mahrt in der vergleichsweise geringen Risikobereitschaft der Deutschen. „Ich würde mich freuen, wenn beim Thema Aktien – und gerade nachhaltigen Aktien – die Bundesbürger ein wenig mehr Mut hätten“, sagt Uwe Mahrt dazu. Bislang suchen die Deutschen ihr Heil noch in Fondspolicen und legen eher konservativ an. 

Das Tempo, in dem Europa bei den nachhaltigen Investments voranschreitet, schätzt Mahrt als enorm hoch ein. Zwar haben die USA mit „Sustainable Finance“ früher angefangen, doch die Europäer sind laut Mahrt bereits vorbeigezogen. „Für Anleger ist es wichtig, sich zu informieren und die Firma, in die sie anlegen, genau zu kennen“, rät Uwe Mahrt. 

Das ganze Interview finden Interessierte gleich hier im Video:

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Nachhaltige Bauvorhaben

Wie die US-amerikanischen Anleger zum Thema nachhaltige Geldanlage stehen, analysiert Uwe Mahrt im Interview mit der Finanzexpertin Sandra Navidi, diesmal vor der Wall Street. Dabei geht Navidi zuerst auf die nachhaltigen Bauvorhaben in und um New York ein. Trotz Corona-Krise sei die Nachfrage für Neubauten in den vergangenen Monaten hoch gewesen. Bauherren legen großen Wert auf Luftfilter und Aufzüge sowie auf nachhaltige Aspekte. Allerdings sei auf absehbare Zeit nicht mit einer signifikanten Aufwärtsbewegung zu rechnen, solange die verschiedenen Krisen sich noch auf die globalen Märkte auswirken.

Es liegt in der Geschichte

Navidi klärt weiterhin über die Unterschiede zwischen privaten und institutionellen Anlegern auf. Außerdem gibt die Expertin eine Einschätzung darüber ab, warum die Deutschen im direkten Vergleich weniger risikofreudig anlegen als die US-Amerikaner. Ein großer Einfluss dabei: Die doch sehr unterschiedliche Geschichte der beiden Länder.

Alle Details dazu finden Interessierte gleich hier im Video.

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Titelbild: ©ingusk/ stock.adobe.com

Autor

Lars-Eric Nievelstein
Lars-Eric Nievelstein
Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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