Darius Braun: „In der Welt zu Hause zu sein, ist einfach krass“

Seit mehr als einem Monat radelt Darius Braun über den amerikanischen Kontinent. Die Bayerische begleitet ihn dabei. Wie hat er seine Reise bislang erlebt? Das und mehr berichtet der Fahrrad-Abenteurer im Interview.

20.000 Kilometer

Wir erinnern uns: Eigentlich wollte der Extremsportler und Realschullehrer Darius Braun bereits im Sommer 2020 auf die Reise gehen, doch die Coronavirus-Pandemie machte diesen Plänen vorerst einen Strich durch die Rechnung. Sein Vorhaben war eine Radtour vom kanadischen Calgary bis nach Ushuaia in Argentinien, auf der er Spenden für die Hirntumorforschung einsammelt. Insgesamt kommt dabei eine Strecke von ungefähr 20.000 Kilometern zusammen. Mehr dazu erfahren Interessierte in diesem Beitrag: Von Kanada bis Feuerland.

Darius Braun

Kurs auf San Francisco

Und wie sieht es mit seiner Reise aus? Das erfuhren Daniel Regensburger, CEO Pangaea Life, Moritz Rebhan, Pressesprecher die Bayerische und Celine Maurer, Marketing die Bayerische, im Interview mit Darius Braun. Aktuell hat Braun zehn Prozent seiner Reise hinter sich und ist auf dem Highway 1 in Richtung Westküste unterwegs. Die nächsten größeren Stationen: Redwood National Park und San Francisco. Aktuell befindet er sich noch in der Aufwärmphase, berichtet Braun, hat aber schon enorm viel mitgenommen. „Sozusagen in der Welt zu Hause zu sein, ist einfach krass“, berichtet Darius Braun. Oft zieht er mit seinem vollgepackten Fahrrad Menschen an, die ihn über seinen Trip ausfragen.

13 Monate to go

Dabei hat ihn mitunter die schiere Fülle an Sehenswürdigkeiten kalt erwischt. Allein auf dem ersten Stück von Vancouver Richtung Süden, so berichtet Braun, musste er sich wiederholt „losreißen“, um seine Reise überhaupt beenden zu können. Im Norden erfuhr er vielfach die US-amerikanische Gastfreundschaft – Sorgen um ein Dach über dem Kopf gab es nicht. Entweder stellt Darius Braun einfach sein Zelt auf oder kommt bei hilfsbereiten Fremden unter – je nachdem, was die Route gerade hergibt.

Gleichzeitig war dieser erste Abschnitt seiner Reise noch vergleichsweise easy. „Vor allem ab Mexiko warten die großen Abenteuer“, prognostiziert Darius Braun. Insgesamt, so schätzt er, wird seine Reise noch etwa dreizehn Monate dauern. „Ich will mich da aber nicht festlegen. Es gibt so viel zu sehen, dass ich vielleicht überziehen muss.“ Seine Tagesetappen gestaltet er ganz individuell, versucht jedoch, im Rahmen von 100 Kilometern pro Tag zu bleiben.

Darius Braun

Endgegner Höhenmeter

Das größere Problem als die Kilometer sind laut Braun aber die Höhenmeter. „Voll bepackt, also mit gefüllten Flaschen und allem drum und dran, wiegt das Fahrrad gerne 52 Kilogramm. Auf der Ebene ist das kein Problem, aber sobald es bergauf geht, spürst du das – das bremst dich.“ Auf echte Schwierigkeiten ist der Rad-Abenteurer ebenfalls schon gestoßen, einmal sogar vor der Reise: Tatsächlich war sein Fahrrad nach dem Flug abhandengekommen, sodass er schon in Kanada eine ungewollte Pause einlegen musste. Allerdings konnte er diese Hürde durch einen taktischen Zukauf nehmen und erhielt sein Original-Fahrrad sogar wieder – seine Reise begann darum ein bisschen später als geplant. Darüber hinaus kämpfte er mit den zu dünnen Reifen (und entsprechend vielen Flick-Sessions) des Ersatzrads sowie Gegenwind bei Fahrten bergauf.

Das Audio-Abenteuertagebuch

Mittels eines Audio-Tagebuchs sorgt Braun dafür, dass die vielen besonderen Begegnungen auf seiner Reise stets gut dokumentiert sind. Sei es seine Bekanntschaft vom Fahrradflicken, beim Philosophieren am Wegesrand oder beim Verteilen von Büchern unter Obdachlosen in Portland. Hinzu kommt Videomaterial. Braun nimmt seine Reise aus unterschiedlichen Perspektiven mit einer GoPro-Kamera auf. „Ich glaube, ich habe schon 100 Gigabyte an Videomaterial verschickt“, verrät er im Interview. Auch eine Begleitung von ARD und ZDF ist eingeplant. „Darauf freue ich mich schon: Einfach tausende von Kilometern durch meine GoPro unter den Reifen wegschmelzen zu sehen, stelle ich mir nicht sonderlich spannend vor“, erklärt Darius Braun. „Bei den richtig coolen Gesprächen habe ich die Kamera meistens aus, weil ich mich wirklich auf die Menschen konzentrieren will.“

Die Bayerische und Pangaea Life begleiten Brauns Reise weiter – wir halten hier auf umdenken darüber auf dem Laufenden.

Titelbild & Beitragsbilder: © Darius Braun

Autor

Lars-Eric Nievelstein
Lars-Eric Nievelstein
Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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