Ethisch-ökologische Anlage: Private Sparer wollen nachhaltig investieren

Nachhaltige Investments gewinnen stetig an Beliebtheit. Vor einiger Zeit entschied sich die EU dazu, das erste „grüne“ Klassifizierungssystem für nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten zu erstellen (wir berichteten). Aktuellen Studien zufolge entdecken nun auch Privatanleger die nachhaltige oder ethisch-ökologische Geldanlage.

Umwelt wird den Deutschen wichtiger

Dem Deutschen ist die Umwelt so wichtig wie nie zuvor. Einer Studie des Umweltbundesamts zufolge gaben im Jahr 2019 etwa 68 Prozent der Befragten an, dass der Umwelt- und Klimaschutz eine sehr wichtige Herausforderung sei. Im Jahr zuvor betrug dieser Anteil noch 64 Prozent, während 2016 nur etwa jeder Zweite diese Meinung vertrat. Gleichzeitig bewerten die Deutschen den Umweltschutz in der Bundesrepublik eher negativ. 18 Prozent der Befragten fanden, dass die Bundesregierung genug für den Klima- und Umweltschutz tut.

Nachfrage steigt um 96 Prozent

Das steigende Interesse an Nachhaltigkeit und Umweltschutz wirkt sich bereits auf die Finanzbranche aus. Wie das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) im neuen Marktbericht 2020 herausfand, ist die Nachfrage privater Investoren nach nachhaltigen Fonds und Mandaten 2019 rasant angestiegen. Und zwar um über 96 Prozent – gegenüber dem Vorjahr ist sie demnach fast doppelt so hoch. Das Anlagevolumen privater Investoren beträgt aktuell 18,3 Milliarden Euro (9,4 Milliarden Euro im Jahr 2018). Privatanleger halten damit etwa elf Prozent der nachhaltigen Fonds und Mandate in Deutschland. Die restlichen 89 Prozent der insgesamt 269,3 Milliarden Euro Anlagevolumen entfallen auf institutionelle Investoren. Das FNG vermutet einen verfrühten Effekt noch nicht in Kraft getretener EU-Maßnahmen, die bereits jetzt Wirkung entfalten und zu einer erhöhten Nachfrage beitragen.

5,4 Prozent der Fonds sind nachhaltig

In Zukunft soll das Engagement hinsichtlich nachhaltiger Investments zunehmen, prognostiziert der Marktbericht. Denn ab dem kommenden Jahr tritt eine neue EU-Verordnung in Kraft, die Finanzmarktteilnehmer und -berater verpflichtet, Informationen zu ihren Strategien zur Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken in ihrer Beratungstätigkeit offenzulegen. Weiterhin spielen die Diskussionen um den Kohleausstieg, Fridays for Future und weitere Initiativen eine Rolle beim wachsenden Interesse am Klimaschutz. Da der Anteil nachhaltiger Fonds und Mandate am deutschen Gesamtfondsmarkt derzeit 5,4 Prozent beträgt, ist noch viel Luft nach oben. Zum Vergleich: In Österreich sind es laut Marktbericht 15,9 Prozent.

Eine neue Markenbotschafterin

Die Bayerische ist auf diese Entwicklung bereits vorbereitet. Um genauer zu sein: Ihre nachhaltige Tochter Pangaea Life. Mittels des Pangaea Life Fonds investiert sie ausschließlich in Projekte für nachhaltige Energien. Darunter etwa den Windpark MADS in Dänemark oder Wasserkraftwerke in Norwegen. Seit kurzer Zeit ist die Biathletin Magdalena Neuner die neue Markenbotschafterin von Pangaea Life. Weitere Informationen dazu finden Interessierte auf unserem Blog. Und sämtliche Details zum Pangaea Life-Fonds gibt es auf der Webseite Pangaea-Life.de.

Titelbild: ©gustavofrazao /stock.adobe.com

Autor

Lars Nievelstein
Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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