Bilanzpressekonferenz 2022: noch stärkeres Wachstum im zweiten Pandemie-Jahr

Trotz der anspruchsvollen Rahmenbedingungen auch im Jahr 2021 konnte die Versicherungsgruppe die Bayerische erheblich wachsen. Der Vorstand um Martin Gräfer, Thomas Heigl und Dr. Herbert Schneidemann präsentierte bei der Bilanzpressekonferenz die Zahlen zum Geschäftsjahr 2021 und zeigte sich zufrieden mit dem erzielten Wachstum.

So sind die Bruttobeitragseinnahmen sogar noch stärker als im vorangegangenen Geschäftsjahr um 16 Prozent auf 722 Mio. Euro gestiegen. Damit liegt die Bayerische weit über dem Branchendurchschnitt. Diesen beziffert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit plus 0,2 Prozent. Und auch die Kundenanzahl konnte um zehn Prozent weiter gesteigert werden auf inzwischen 1,07 Millionen insgesamt. Der Jahresüberschuss betrug elf Millionen Euro und bleibt damit leicht unter dem der Vorjahre, aber genau auf Plan, so Dr. Herbert Schneidemann, Vorstandsvorsitzender der Versicherungsgruppe die Bayerische.

Auch 2022 weiter auf Erfolgskurs

Das aktuelle Geschäftsjahr 2022 beginnt ebenfalls positiv für die Bayerische: In den ersten vier Monaten Januar bis April wuchs das Neugeschäft in der Sparte Leben um 15 Prozent auf 240 Millionen Euro Beitragssumme. In der Sparte Komposit legte das Neugeschäft in den ersten vier Monaten 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12 Prozent auf fast 17 Millionen Euro zu.

Sparte Leben – die Einzelheiten

Die Sparte Leben, mit der BL die Bayerische Lebensversicherung AG und der Konzernmutter Bayerische Beamten Lebensversicherung a.G., konnte insgesamt 19 Prozent bei den gebuchten Brutto-Beitragseinnahmen zulegen. Die BL allein verzeichnete ein Wachstum von 30 Prozent. Zum Vergleich: der GDV registriert für die Branche der Lebensversicherer einen durchschnittlichen Rückgang von minus 1,7 Prozent. Dr. Herbert Schneidemann, Vorstandsvorsitzender der Versicherungsgruppe die Bayerische, dazu:

„Trotz der steigenden Inflation und dem zugleich niedrigen Leitzins ist die Bayerische in der Sparte Leben hervorragend aufgestellt. Wir können dabei auch auf die Sicherheitsmittel bauen, die wir seit der Finanzkrise 2008 kontinuierlich weiter ausgebaut haben“ 

Bestes Ergebnis der Unternehmensgeschichte im NG Leben
Quelle: die Bayerische Bilanzpressekonferenz 2022

Insgesamt erreicht die Unternehmensgruppe 2021 das beste Ergebnis beim Neugeschäft im Bereich Leben: Die Beitragssumme legte von 1,1 Milliarden auf 1,32 Milliarden Euro zu. Das entspricht einem Wachstum von 17,5 Prozent.

Sparte Komposit – die Details

Die gebuchten Beiträge der Komposit-Tochter BA die Bayerische Allgemeine AG legten 2021 um sieben Prozent auf 190 Millionen Euro zu. Damit wuchsen diese deutlich stärker als der Markt, dessen Wachstumsrate laut GDV bei plus 2,2 Prozent lag. Die Anzahl der Verträge stieg um sechs Prozent von 1,04 Millionen auf 1,1 Millionen. Die mit den Elementarschadenereignissen im Jahr 2021 – verursacht unter anderem durch das Tief Bernd – verbundenen Belastungen haben zu einem Anstieg der Schadenquoten geführt. Martin Gräfer, Vorstandsvorsitzender des Kompositversicherers der Gruppe und verantwortlich für Vertrieb, Unternehmensorganisation und IT, erläutert:

„Die Bewältigung der Elementarschäden hat unsere Organisation in nie da gewesener Weise gefordert. Ich bin stolz auf unsere Mitarbeitenden, die sich über die Maßen engagiert haben und die so, gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern im Vertrieb, unkompliziert und schnell unseren Kundinnen und Kunden helfen konnten. Trotz dieser Belastung hat die Versicherungsgruppe erhebliche Investitionen in ihre Zukunftsfähigkeit und die weitere Digitalisierung des Geschäftsmodells getätigt“

Pangaea Life – Nachhaltigkeit gewinnt

Die nachhaltige Marke der Bayerischen versteht sich als Pionier im Markt und als Speerspitze für die Versicherungsgruppe insgesamt. Nach dem ersten Quartal diesen Jahres belief sich das aufgebaute Fondsvolumen auf rund 440 Mio. EUR inkl. verbindlicher Investitionszusagen. Die erwirtschaftete durchschnittliche Rendite betrug 8,5 Prozent für den Fonds Blue Energy und für den erst 2021 gegründeten Fonds Blue Living 8,0 Prozent, hochgerechnet auf 12 Monate.

Eigenkapital, Solvabilität und Ausbau der Kapitalanlagen

Das Eigenkapital der Gruppe weist mit einem Plus von 32 Prozent weiterhin eine positive Entwicklung auf. 2021 waren es 372 Millionen Euro nach 282 im Vorjahr.

Die Bayerische übertrifft die Eigenkapitalanforderungen deutlich
Quelle: die Bayerische Bilanzpressekonferenz 2022

Die Bayerische übertrifft die Eigenkapitalanforderungen nach Solvency II erneut deutlich. Die Solvabilitätsquote II der Konzernmutter Bayerische Beamten Lebensversicherung a.G. lag bei 292 Prozent, die operative Leben-Tochter Neue Bayerische Beamten Lebensversicherung AG erzielte 244 Prozent und die Komposit-Tochter Bayerische Beamten Versicherung AG 165 Prozent.

Im vergangenen Geschäftsjahr konnten die Kapitalanlagen der Gruppe von 4,9 Milliarden auf 5,1 Milliarden Euro erhöht werden. Die stillen Reserven belaufen sich auf gut 641 Millionen Euro und bleiben damit auf stabilem Niveau. Inklusive der fondsgebundenen Lebensversicherung konnte der Wert der Kapitalanlagen sogar von 5,4 Milliarden auf 5,7 Milliarden Euro um knapp 5 Prozent erhöht werden. Besonders erfreulich waren die Ergebnisse der Netto-Verzinsung der Kapitalanlagen. Hier liegt die BL die Bayerische Leben AG in der Spitzengruppe des Marktes – es konnte ein Wert von 5,9 Prozent erzielt werden. Auch die Konzernmutter, die Bayerische Beamten Lebensversicherung a.G., erzielte ein herausragendes Ergebnis mit 4,9 Prozent. Thomas Heigl, Mitglied des Vorstandes und verantwortlich für Finanzen und Kapitalanlage, freut sich über das hervorragende Rating der Bayerischen:

„Konsequenter Weise werden deshalb auch alle drei Gesellschaften der Bayerischen im Geschäftsjahr 2021 von der Ratingagentur Assekurata mit der Notengruppe A – mit stabilem Ausblick ausgezeichnet. Auch in dieser Hinsicht zahlt sich unsere Anlagestrategie mit einem großen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit aus.“

Auch für 2022 viel vor

Die Bayerische hat sich auch für 2022 ehrgeizige Ziele gesteckt: 1,15 Millionen Kunden sollen es bis Jahresende sein. Das Brutto-Beitragsvolumen soll weiter über dem Marktdurchschnitt über 10 Prozent liegen. Der Jahresüberschuss soll sich stabil halten und zwischen acht und zwölf Millionen Euro liegen. Das Sicherungsvermögen der BL soll mit Artikel acht der Offenlegungsverordnung im Einklang sein. Und auch die Pangaea Life-Welt soll weiter entwickelt und tiefer gelegt werden. Einhergehend damit sollen die Fonds nach Artikel 9 der Offenlegungsverordnung entwickelt werden.

Titelbild & Beitragsbilder: © die Bayerische

Autor

Anja Holzweißig
Anja Holzweißig
Die gebürtige Leipzigerin kommt aus dem TV-Bereich und bringt viel Erfahrung mit in die NewFinance-Redaktion. Sie hat mehr als die Hälfte ihres Lebens in Süddeutschland verbracht und hier eine zweite Heimat gefunden. Immer am Ball bleiben nimmt sie wortwörtlich - in ihrer Freizeit sind damit Volleybälle gemeint.

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