Der Westen unter Wasser: So hilft die Bayerische

16. Juli 2021: Der Westen Deutschlands leidet unter schweren Überflutungen. Dutzende Menschen sind bereits im Hochwasser ums Leben gekommen oder vermisst. Wie reagiert die Bayerische auf diese neuen Bedrohungen?

Dauerregen über Deutschland

Überall in Westdeutschland fielen Dörfer und Städte in den vergangenen Tagen Dauerregen, Gewittern und letztendlich plötzlich einsetzendem Hochwasser zum Opfer. Das Bundesamt für Katastrophenschutz und Umwelthilfe hat vor allem die Regionen zwischen Dortmund und Köln, südlich von Bonn sowie ein größeres Gebiet zwischen Koblenz und Trier mit Unwetterwarnungen vor „extremer Gefahr“ versehen. In den sozialen Netzwerken kursieren Videos von durch die Fluten treibenden Gegenständen, die Autofenster durchbrechen, von umgeknickten Bäumen, von überfluteten Straßen und sogar von schwimmenden Häusern, die unterspült wurden und sich einfach von ihrem Untergrund trennten.

Quelle: Statista

Auslöser für das Hochwasser

Noch bevor das ganze Ausmaß der Überflutungen klar ist, suchen Akteure in der Politik und Wirtschaft nach Antworten: Wie konnte es dazu kommen? Ministerpräsident Armin Laschet gab auf einer Pressekonferenz an, aufgrund des Klimawandels könnte es künftig öfters zu solchen Naturkatastrophen kommen. Umso wichtiger seien die Bemühungen zur Klimaneutralität. Verschiedene Experten sehen in der großflächigen Versiegelung Deutschlands einen weiteren Risikofaktor. Wie das Umweltbundesamt berichtet, sind etwa 45 Prozent der Siedlungs- und Verkehrsflächen in der Bundesrepublik versiegelt. Das bedeutet: Bebaut, betoniert, asphaltiert oder gepflastert. Damit kann der Boden weniger Wasser aufnehmen, die natürliche Funktion als „Schwamm“ geht verloren.

Versicherer berücksichtigen neue Risiken

Abseits der Frage nach Klimawandel oder Bebauung steht jedoch fest, dass Menschen in der Wasserkatastrophe ihr Leben verloren haben. In Nordrhein-Westfalen sind zum Zeitpunkt des Verfassens 43 Tote geborgen worden, in Rheinland-Pfalz 50. Viele weitere werden noch vermisst. Und viele weitere haben ihre finanzielle Existenz in den Fluten verloren. Diejenigen mit passender Elementarschadensabsicherung können immerhin auf eine Erstattung bauen. Dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zufolge reagieren die deutschen Versicherer bereits. In der Risikoanalyse wollen sie Klimarisiken deutlicher abbilden. Im Geoinformationssystem ZÜRS Geo soll neben der Hochwassergefährdung nun auch das Risiko für Starkregen mit berücksichtigt werden. „Für die Zuordnung ist neben der regionalen Intensität der Niederschläge auch die Lage des Gebäudes abhängig“, erklärt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des GDV.

So unterstützt die Bayerische bei Hochwasser

Der Elementarschutz der Bayerischen schützt Kunden vor den finanziellen Folgen verschiedenster Naturereignisse. Darunter Starkregen, Überschwemmung, Rückstau, Hochwasser, Erdrutsch und Lawinen. Nun, da klar ist, dass nicht nur Risikogebiete betroffen sind, ist diese Art der Absicherung so wichtig wie nie zuvor. Weitere Informationen zum Elementarschutz gibt es hier. Alle wichtigen Rufnummern der Bayerischen sind unter diesem Link zu finden. Und hier geht es zur Schadenmeldung.

„Wir sind zutiefst schockiert von den Bildern, die eine Hochwasserkatastrophe dramatischen Ausmaßes zeigen. Unser Mitgefühl gilt allen Familien und Menschen, die in den letzten Stunden schwer getroffen wurden oder sogar Angehörige und Freunde verloren haben. Eine Versicherung sollte da sein, wenn man sie am dringendsten braucht. Und das ist zweifelsohne jetzt. Um rasch und wirksam zu helfen, hat die Bayerische daher ihre Schadenhotline und die Schadenbearbeitung verstärkt. Jetzt hat schnelle Hilfe oberste Priorität.“ – Die Vorstände der Bayerischen: Dr. Herbert Schneidemann, Martin Gräfer und Thomas Heigl

Hotline für die telefonische Neuschadenmeldung bei Wohngebäuden: 089 / 6787 – 7777
24-Stunden-Schadenhotline für Kfz-Schäden: 089 / 6787 – 5050
Bei Gebäudeschäden sollten Kunden die folgenden Unterlagen bereithalten:

  • Schäden bis 5.000 Euro: Eine Schadenanzeige ist nicht erforderlich. Es reicht, die Fotos zusammen mit Rechnungsbelegen an abrechnung@diebayerische.de zu senden. Wichtig: Versicherungsnummer und Schadensdatum im Betreff angeben.
  • Schäden zwischen 5.000 bis 10.000 Euro: Hier ist es möglich, Not- und Sofortmaßnahmen durchzuführen. Wieder ist keine direkte Schadenanzeige notwendig, Fotos und Kostenvoranschläge gehen an schaden@diebayerische.de.
  • Schäden über 10.000 Euro: Auch hier können Not- und Sofortmaßnahmen durchgeführt werden, ohne dass eine Schadenanzeige erforderlich ist. Über eine Mail an schaden.eilig@diebayerische.de können Kunden die Bayerische kontaktieren, damit diese einen Gutachter beauftragen kann.

Titelbild: ©maldesowhat/stock.adobe.com

Autor

Lars Nievelstein
Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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