Grüne Investments: Rausch oder Reinfall?

Die Mittelzuflüsse in nachhaltige Fonds gehen zurück, eine Studie der Denkfabrik Finanzwende zeigt Öko-Flops auf. Wir schauen genauer hin, was an der grünen Delle dran ist.

Die Zuflüsse sind um 25 Prozent gesunken

Was bedeutet die Flaute bei den grünen Fonds? Laut dem Global Sustainable Fund Flows Report  des Analysehauses Morningstar sind die Zuflüsse in nachhaltige Aktienfonds im zweiten Quartal 2021 weltweit um fast 29 Prozent gefallen. Betroffen ist vor allem der europäische Geldmarkt. Nach der Einführung der EU-Offenlegungsverordnung (SFDR) sind dort die Zuflüsse um 25 Prozent gesunken. 

Allerdings bleibt Europa der größte Markt bei nachhaltigen Aktienfonds. Und das mit einem Anteil an europäischen Geldern von 81 Prozent an der weltweiten Gesamtsumme. Den stärksten Rückgang bei den Zuflüssen gab es bei den nachhaltigen Rentenfonds. Nachhaltige Mischfonds konnten dagegen Rekordzuflüsse von 22,8 Milliarden Dollar verzeichnen. 

Insgesamt wollen die Experten deshalb nicht von einer Krise sprechen. Denn trotz allem wuchs das in nachhaltigen Fonds verwaltete Vermögen bis Ende Juni weltweit um zwölf Prozent. Und zwar auf 2,24 Billionen Dollar. 

Dirk Lauffer: „Schwarze Schafe gab es schon immer“

Grüne Fonds sind also trotz der Einbrüche weiter auf dem Vormarsch. Doch wer investieren möchte, den mahnt die neue Studie der Denkfabrik Finanzwende, die sich für eine Reform der Finanzmärkte einsetzt, zur Vorsicht. Diese hat die größten „Flops“ bei Öko-Investments untersucht. Das Ergebnis: Knapp zwei Milliarden Euro hätten Anleger innerhalb der vergangenen zehn Jahre durch unseriöse Investments mit grünen Versprechen verloren. 

„Zu viele Anbieter nutzen das ökologische Bewusstsein von Anlegerinnen und Anlegern perfide aus”, sagt Magdalena Senn, Referentin für nachhaltige Finanzmärkte bei Finanzwende, in der Süddeutschen Zeitung. 

Dirk Lauffer, Geschäftsführer von CuP Versicherungsmakler, meint zu dem Thema in einem Beitrag über nachhaltige Geldanlagen: „Nachdem es schon immer schwarze Schafe gab und auch immer geben wird, die intensiv nach Schlupflöchern suchen, wird das auch in absehbarer Zukunft noch so sein. Dennoch wird der Trend zu nachhaltigen Lösungen davon nicht aufgehalten werden.“

Pangaea Life Fonds sind zu 100 Prozent nachhaltig

Umso wichtiger ist es bei nachhaltigen Angeboten auf Transparenz zu achten. Bei dem Pangaea Life Fonds der Bayerischen wird ausschließlich in erneuerbare Energien und Energieeffizienz, die zu 100 Prozent nachhaltig sind, investiert. In Kürze folgt ein zweiter Fonds mit einem Schwerpunkt in nachhaltigen Wohnimmobilien. 

Außerdem lohnt sich hier die Investition in Nachhaltigkeit: Seit Auflage des Fonds im Jahr 2018 bescherte dieser Anlegern eine durchschnittliche jährliche Rendite von 7,1 Prozent (Stand: 30.06.2021).

Titelbild: ©engel.ac/stock.adobe.com

Autor

Lisa Mayerhofer
Lisa Mayerhofer
Mitglied der NewFinance-Redaktion mit vorherigen Stationen beim Süddeutschen Verlag und Burda Forward.

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