Blitzbilanz 2020: Warum weniger Blitzschläge mehr kosten

Die Blitzbilanz 2020 zeigt, die Zahl der Schäden durch Einschläge in der Bundesrepublik bleibt niedrig. Trotzdem steigen die Schadensummen – teilweise enorm. Wie können Kunden sich davor absichern?

Regenmenge nimmt zu

Deutschland erlebt den nassesten Sommer seit langem. „Der Juli 2021 war im Vergleich zur internationalen klimatologischen Referenzperiode 1961-1990 wärmer, nasser und sonnenscheinärmer”, berichtet der Deutsche Wetterdienst (dwd). Doch auch der Mai, Juni und der August (sowohl 2020 als auch 2021) liegen in Sachen Niederschlag weit über dem von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) festgelegten Vieljährigen Mittel. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) spricht vom teuersten Naturgefahrenjahr überhaupt. Naturgefahren richten immer kostenintensivere Schäden an – das zeigt auch die neue Blitzbilanz.

Blitzbilanz 2020: Einschlag wird teurer

Dabei klingt die zunächst eher positiv. Die deutschen Versicherer haben 2020 so wenige Schadensmeldungen wegen Blitzschlag und Überspannung erhalten wie nie zuvor. Insgesamt beläuft sich ihre Menge auf rund 200.000 Meldungen. Zum Vergleich: 2011 schlug der Blitz noch 380.000 Mal ein. Der Haken an der Sache ist jedoch, dass diese selteneren Schadensmeldungen pro Fall immer teurer werden. Im Vergleich zu 2019 stieg die Schadenssumme von 250 Millionen Euro auf 260 Millionen Euro.

GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen zufolge liegt der Schadensdurchschnitt so hoch wie nie zuvor – er beläuft sich auf rund 1.300 Euro. Vor einem Jahr waren es noch 980 Euro (wir berichteten). Asmussen zufolge ist vor allem der Ausbau von immer hochwertigerer und umfangreicherer Technologie an Gebäuden dafür verantwortlich. „Die Häuser und Haushalte sind technisch immer besser ausgestattet“, sagt Asmussen dazu. Das führe dazu, dass nach einem Blitzeinschlag oftmals teure Heizungs- oder Jalousien-Steuerungen entweder repariert oder ersetzt werden müssen.

Ein Blick nach vorn

Wie geht es weiter? Dem Umweltbundesamt zufolge hat die mittlere jährliche Niederschlagsmenge hier in Deutschland seit 1881 um etwa zehn Prozent zugenommen. Während es im Sommer ein bisschen weniger regnete, wurden die Winter dafür nasser. Der „Analyse des Standes der Starkregenvorsorge in Deutschland und Ableitung zukünftigen Handlungsbedarfs“ zufolge werden extreme Niederschlagsereignisse in Europa bis zum Ende des Jahrhunderts sowohl häufiger als auch intensiver auftreten. Eine ähnliche Entwicklung ist bei den totalen Blitzeinschlägen zu beobachten, unabhängig davon, ob sie einen Versicherungsschaden nach sich ziehen. Laut dem Blitz-Informationsdienst von Siemens gab es 2020 knapp 399.000 Blitzeinschläge in Deutschland, was einen Anstieg von 21 Prozent gegenüber 2019 bedeutet. Angesichts der häufiger auftretenden Naturereignisse ist es für Kunden umso wichtiger, sich vor möglichen Schäden abzusichern.

Eine Lösung: Die Meine-Eine-Police

Der GDV rät zum Abschluss einer Wohngebäudeversicherung. Diese übernimmt nach einem Blitzeinschlag die Schäden am Dach und am Mauerwerk, aber auch Überspannungsschäden an Heizungs- oder Jalousiensteuerungen. Bei beweglichem Eigentum innerhalb der Wohnung springt die Hausratversicherung ein. Oder aber der Kunde hat beides in einem: Die Meine-Eine-Police der Bayerischen fasst sieben Risiken in einem Vertrag zusammen, bietet durch die Allgefahren-Deckung umfassenden Schutz und das alles auch noch mit nachhaltigen Leistungen. Weitere Details zum umfangreichen Update der Meine-Eine-Police stellen wir hier vor.

Titelbild: ©Markus/stock.adobe.com

Autor

Lars Nievelstein
Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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