Hold it, Cowboy: Mit White Hat SEO im Netz nach ganz vorn

Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Marketingstrategien vieler kleiner Unternehmen.

In den Vereinigten Staaten liegt SEO nach wie vor schwer im Trend. Kein Wunder, immerhin geht es um nicht weniger als die Sichtbarkeit des eigenen Unternehmens im Internet. Laut dem 2019 Small Business Marketing Trends Report von Keap haben 18 Prozent der befragten Unternehmen vor, im Jahr 2019 auf SEO zu setzen. Allerdings ist hierbei zwischen guten und riskanten SEO-Methoden zu unterscheiden: Black Hat SEO und White Hat SEO. Im Folgenden klären wir darüber auf, wie sich diese Methoden unterscheiden und welche sicher sind.

Infographic: Top 2019 Small Business Marketing Tactics in the U.S. | Statista
Quelle: Statista

Black Hat SEO

Kurz gesagt: Alle SEO-Tricks, die bewusst gegen die von Suchmaschinen wie Google, Yahoo und Bing aufgestellten Richtlinien verstoßen, gelten als Black Hat-SEO. Der Begriff Black Hat, der schwarze Hut, ist eine Anlehnung an alte Westernfilme, in denen der Schurke stets einen schwarzen Hut trug, während der Held in einem weißen Hut daherkommt. Einerseits verspricht diese Methodik eine hohe Linkpopularität innerhalb sehr kurzer Zeit, doch andererseits kann es sein, dass eine Suchmaschine Strafen verteilt. Dies hat möglicherweise ein Delisting der Website von der Ergebnisseite und damit einen Einbruch des Traffics zur Folge.

Beispiele für Black Hat SEO:

  • Automatisch generierter Content: Maschinell erstellter Text, der zwar oftmals ein bestimmtes Keyword beinhaltet, aber keinen Sinn ergibt. Wie Google in seinen Quality Guidelines schreibt, kann die Suchmaschine gegen solche Inhalte vorgehen.
  • Cloaking: Hierbei handelt es sich um die Praxis, der Suchmaschine und dem User unterschiedlichen Content zur Verfügung zu stellen. Zum Beispiel kann es sein, dass der Suchmaschine eine Seite in HTML angezeigt wird, doch die normalen User Bilder oder Sonstiges sehen.
  • Unsichtbarer Text: Hier gibt es diverse Möglichkeiten. Zum Beispiel das Einbauen von weißer Schrift auf weißem Hintergrund. Das Verstecken von Text hinter einem Bild oder die Schriftgröße auf null zu setzen. Mit unsichtbarem Text können Webmaster zusätzliche Keywords in ihren Inhalten verstecken.
  • Doorway Pages: Diese Seiten existieren nur, um für spezielle Suchanfragen hoch zu ranken. Es ist möglich, dass mehrere dieser Doorway Pages dann zur selben Seite führen. Laut Ryte sind Doorway Pages oftmals per Cloaking getarnt.
  • Linkfarmen: Hier gibt es eine Bandbreite verschiedener Methoden. Zum Beispiel können Webmaster mehrere Pages anlegen, die nur dafür da sind, aufeinander zu verlinken. Und auch, wenn sich verschiedene Webmaster absprechen und massiv Links zueinander aufbauen, greift Google ein.

White Hat SEO

Das Gegenteil von Black Hat SEO. Der „gute Cowboy“ der Suchmaschinenoptimierung umfasst alle legalen Maßnahmen, die ein Webmaster für seinen Content ergreifen kann. Sie erfüllen die Richtlinien der Suchmaschinen und sind auf langfristigen Erfolg ausgelegt. Ein Beispiel: Google sieht eine Seite dann als hochqualitativ an, wenn sie ein hohes Level an Expertise aufweist und einen vorteilhaften Sinn hat. Außerdem entscheidet die Suchmaschine laut ihren Guidelines zwischen hochqualitativen und sehr hochqualitativen Seiten.

Ein paar Beispiele für White Hat SEO:

  • Keyword-Recherche: Vor dem Content erfolgt stets eine umfangreiche Recherche. Außerdem legen White Hats die Keywords korrekt an, etwa in Meta-Angaben, Texten, Alt-Attributen von Bildern. Allerdings muss dies in sinnvollen Zusammenhängen geschehen.
  • Sinnvolle Links: Diese leiten an der passenden Stelle auf andere, ebenfalls informative Seiten weiter. Dem SEO-Nest zufolge sollen Besucher so Informationen erhalten, die ihm bei der Beantwortung von Fragen helfen.
  • OnPage-Optimierung: Hierzu gehören eine saubere Seitenstruktur, die Optimierung von Ladezeiten und eine hohe Benutzerfreundlichkeit. Online-Marketing-Site stellt hierfür eine Checkliste zur Verfügung.

Wer also auf langfristigen Erfolg setzt und keine Strafen vonseiten der Suchmaschinen riskieren will, fährt mit White Hat SEO am besten. So stechen Makler ihre Konkurrenz schneller aus als Lucky Luke seinen Schatten.

Und Makler, die interessiert an den grundlegenden Begriffen der Suchmaschinenoptimierung sind, werden auf unserem Blog fündig.

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Titelbild: © TechPhotoGal / pixabay.com

Autor

Lars Nievelstein
Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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Kommentare

  1. Hervorragend geschriebener Artikel Lars. Habe bis jetzt jede menge Beiträge über diese Thematik gelesen aber kein einziger war so schön und deutlich wie dieser hier. Besonders gut finde ich das Sie uns Beispiele von beiden SEO-Methoden gezeigt hast. So können wir gleich den Unterschied erkennen, welche Black Hat SEO und welcher White Hat SEO Methode ist.

  2. Mir gefällt der Beitrag auch sehr gut. Habe hier viele nützliche Dinge gelesen über die ich nicht viel wusste. Dabei war ich positiv überrascht, wenn ich gesehen habe das White Hat SEO in Netz so ein Einfluss hat auf Ranking eine Seite.

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