Umweltziele der EU: Die Bayerische ist vorbereitet

Seit einigen Monaten ist bekannt, dass die EU ein neues Klassifizierungssystem für nachhaltige Finanzprodukte plant. Beim Vermittler ist das Thema sozio-ökonomische Investments noch nicht so ganz angekommen. Wie steht die Bayerische den Plänen der EU gegenüber?

Sechs Umweltziele der EU

Im vergangenen Dezember billigten das Europäische Parlament und der Europäische Rat die politische Einigung über das weltweit erste „grüne“ Klassifizierungssystem für nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten (wir berichteten). Wie dieses System final aussehen soll, steht noch nicht fest, doch die Grundlage bilden die folgenden sechs Umweltziele:

  • Klimaschutz
  • Anpassung an den Klimawandel
  • Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen
  • Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft
  • Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung
  • Schutz und Wiederherstellung von Biodiversität und Ökosystemen

Wirtschaftliche Tätigkeiten müssen laut der Europäischen Kommission zu einem der sechs Ziele einen „wesentlichen Beitrag“ leisten und dürfen keines der anderen Ziele beeinträchtigen. Weitere Details dazu stellt die Europäische Kommission bereit.

Nachhaltigkeit unklar

Die Bayerische befürwortet diesen Schritt der Europäischen Kommission. Uwe Mahrt, Geschäftsführer der Pangaea Life, sagt dazu: „Ein einheitlicher Rahmen war lange überfällig. Es gibt beim Thema Nachhaltigkeit viel zu viele Begriffe, die teilweise dasselbe meinen und nicht immer jedem klar sind. Die einen sagen ESG (environmental and social governance), die nächsten einfach nur Nachhaltigkeit und wieder andere legen großen Wert auf CSR-Kriterien (corporate social responsibility). Für Kunden ist es darum sehr schwer, das richtige Angebot zu finden.“

Kunden wollen nachhaltig anlegen

Besonders wichtig schätzt Uwe Mahrt hierbei die Transparenz und Nachvollziehbarkeit nachhaltiger Produkte ein. „Außerdem muss das Thema Klimawandel immer eine Rolle spielen“, erklärt er. Im neuen EU-Klassifizierungssystem ist außerdem eine Verpflichtung für Anlageberater und Vermögensverwalter vorgesehen, nachhaltige Finanzprodukte bei der Beratung zu berücksichtigen. Mahrt zufolge liegt in der Beratung aktuell noch ein großer Schwachpunkt von nachhaltigen Finanzprodukten. „Es ist nun so, dass die meisten deutschsprachigen Verbraucher zwar nachhaltig anlegen wollen, es handelt sich dabei um einen Anteil von 75 Prozent. Allerdings liegt das Problem auf der anderen Seite: Bei den Finanzberatern. Sie kennen keine nachhaltigen Produkte. Wir gehen so von zehn bis 15 Prozent aus, die da Kenntnis haben. Das ist zu wenig. Aus diesem Grund sehe ich die Richtlinie als sehr hilfreich an.“

Pangaea Life ist vorbereitet

Die Pangaea Life, die nachhaltige Tochter der Bayerischen, ist Uwe Mahrt zufolge für die neuen Umweltziele der EU bestens gerüstet. „Zurzeit ist die Pangaea Life eines der wenigen zu 100 Prozent grünen Anlageprodukte mit dem Schwerpunkt Klimawandel.“ Sie investiert über den Pangaea Life Fonds ausschließlich in Sachwerte aus dem Bereich nachhaltige Energie. Zum Beispiel in Wasserkraftwerke in Norwegen, portugiesische Solarparks oder den MADS-Windpark in Dänemark.

Weitere Informationen zur Pangaea Life gibt es auf unserem Blog.

Titelbild: ©Fokke/ stock.adobe.com

Autor

Lars-Eric Nievelstein
Lars-Eric Nievelstein
Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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