Samuel Koch: „Ich freue mich auf die Rückkehr der Unbeschwertheit”

Der Schauspieler und Autor Samuel Koch ist seit 2018 Markenbotschafter für die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) bei der Bayerischen. Er repräsentiert die BU sehr authentisch und glaubwürdig, denn er weiß, wie wichtig finanzielle Absicherung im Fall der Fälle ist. Seit einem Unfall 2010 in der ZDF-Sendung „Wetten, dass…?“ ist der 33-jährige querschnittsgelähmt.

Wir sprachen mit Samuel Koch über die Zusammenarbeit mit der Bayerischen, wie sich Corona auf seine Arbeit als Schauspieler und Autor ausgewirkt hat und bekommen spannende Einblicke in seinen Alltag.

Sabine Bader: Erstmal vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für das Gespräch nehmen.

Samuel Koch: Gerne!

Sabine Bader: Sie sind Schauspieler, gehören mittlerweile zum festen Ensemble des Nationaltheaters Mannheim und haben auch schon in Film und Fernsehen Rollen übernommen. Wie geht es Ihnen als Schauspieler derzeit unter Corona?
Samuel Koch zusammen mit seiner Frau Sarah, mit der er 2021 das Kinderbuch “Das Kuscheltier-Kommando” veröffentlicht hat:

Samuel Koch: Für das Theater ist die Coronazeit gravierend. Da braucht man auch nicht drumherum reden. Es gibt zwar digitale Alternativen, um Theater weiter zu ermöglichen, allerdings ist das schon eher trostlos, da es nicht vergleichbar ist zu einem Live-Auftritt vor Publikum. Die Kulturbranche und die Künstler leiden sehr unter den aktuellen Umständen. Ich kenne Ensemblemitglieder, die aufgrund der ausfallenden Engagements auch als Erntehelfer arbeiten oder im Impfzentrum aushelfen. Im Film und Fernsehen wird zumindest noch ein bisschen gedreht. So habe ich auch im vergangenen Jahr in zwei Produktionen vor der Kamera mitwirken können. Allerdings habe ich auch einen angenehmen Nebeneffekt festgestellt: Ich habe noch nie so viel Zeit für mich gehabt und meine Frau so oft sehen können wie im vergangenen Jahr unter Corona.

Sabine Bader: Aus welchen Momenten schöpfen Sie Kraft, auch gerade vor dem Hintergrund der derzeitigen Situation?

Samuel Koch: Meine Einstellung ist, dass auch wenn 90 oder sogar 99 Prozent schlecht laufen, es immer noch ein bisschen gibt, das schön ist. Wichtig ist, dass man auf diese schönen Dinge schaut, die gut laufen und sich nicht nur auf die schlechten Sachen fokussiert. Als ich letztes Jahr unter Quarantäne mehrere Wochen nur zu Hause sein musste, habe ich es zum Beispiel sehr genossen, einfach nur Zeit für mich zu haben und Dinge machen zu können, für die sonst keine Zeit bleibt. Ich habe sehr viel gelesen in diesen Tagen. Aber auch nach der Quarantäne habe ich festgestellt, dass man unter den sehr beschränkten Möglichkeiten, etwas Positives für sich herausziehen kann. So habe ich meine 91-jährige Oma öfter besucht als unter normalen Umständen. Die Begegnungen mit Menschen werden zwar weniger, finden aber bewusster statt. Und das empfinde ich als sehr angenehm.

Sabine Bader: Sie haben in den vergangenen Jahren die Bücher „Zwei Leben“, „Rolle vorwärts“ und „Steh Auf Mensch!“ geschrieben. Nun haben Sie Anfang März erstmals ein Kinderbuch veröffentlicht. Das Buch “Das Kuscheltier-Kommando” haben Sie zusammen mit Ihrer Frau Sarah Koch geschrieben. Wie kam es dazu?

Samuel Koch: Seit Jahren bin ich für Lesungen in ganz Deutschland unterwegs und habe dabei auch ein paar Zeilen aus Kinderbüchern vorgelesen für die anwesenden Kinder. Da mussten dann die Erwachsenen durch. Ich mag Kinder unglaublich gerne und ich habe mich auch früher viel für Kinder engagiert. Zum Beispiel habe ich bei Kindergottesdiensten oder bei Freizeitfahrten mitgeholfen.

Ausschlaggebend für das Buch „Das Kuscheltier-Kommando“ war aber meine Frau, die mich dazu motiviert hat, mit ihr das Kinderbuch zu schreiben. Die Botschaft des Buches ist, dass jedes Wesen wertvoll ist, auch wenn es ein Handicap hat. Die offizielle Altersempfehlung ist von drei bis sieben Jahren. Aber wir würden es von null bis 99 Jahren empfehlen.

Wir haben auch von Erwachsenen die Rückmeldung bekommen, dass man nicht oft genug hören kann, wie wertvoll man als Mensch mit oder ohne Einschränkungen ist – ganz unabhängig vom Alter. Eine schöne Rückmeldung haben wir von einer Bekannten bekommen. Als sie ihrer fünfjährigen Tochter das Buch vorgelesen hat, war diese bei den traurigen Stellen im Buch zunächst ein bisschen bedrückt. Aber sie meinte dann zu ihrer Mutter: „Mama, keine Sorge. Gleich passiert sicher was Gutes“. Obwohl sie das Ende des Buches ja gar nicht kannte. Diese Reaktion fand ich schön. Geschichten schaffen oftmals Vertrauen in sich selbst und daran, dass am Ende alles wieder gut wird.

Sabine Bader: Der von Ihnen gegründete Verein “Samuel Koch und Freunde e.V.” steht Menschen bei, die anderen Menschen in Notlagen zur Seite stehen und sich dabei selbst verausgaben. Wie sieht so eine Hilfe zum Beispiel aus?

Samuel Koch: Es ist so, dass viele Familien sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern und dabei oft an ihre Belastungsgrenze oder darüber hinaus kommen. Wenn zum Beispiel ein Vater Vollzeit arbeitet und in der Nacht fünf oder zehnmal aufstehen muss, um nach seiner schwerkranken Tochter zu sehen, die beatmet wird, dann schafft er das nicht lange, ohne selbst gesundheitlichen Schaden zu nehmen. Wir möchten diese Familien mit dem Verein unterstützen, auch mal schöne und unbeschwerte Momente zu erleben und ihnen zumindest für ein paar Tage ein wenig ihrer Last abnehmen. Dafür haben wir die Familienzeit geschaffen, ein Format, bei dem mehrere betroffene Familien zusammenkommen. Sie können sich untereinander austauschen und sich aber auch einfach eine kleine Auszeit vom Alltag gönnen. Oft sind das Eltern, die ein schwerbehindertes Kind pflegen und gar keine Zeit mehr für Freizeit haben. Wir ermöglichen ihnen dann zum Beispiel einen kleinen Erholungsurlaub auf einem Bauernhof. Oder wir veranstalten Sport-, Spiel- und Bastelaktionen oder spielen kreatives Theater mit allen.

Demnächst bieten wir zudem Fitnessvideos für körperlich behinderte Menschen an, damit sie sich mit Hilfe ihrer Angehörigen fit und beweglich halten können. Oftmals ist es so, dass für Personen, die aus der Reha kommen, nicht wirklich viel gemacht wird, damit sie körperlich beweglich bleiben oder beweglicher werden. Nächste Woche starten die Dreharbeiten zu den Videos. Aber auch darüber hinaus haben wir viele Pläne und Ideen, wie wir mit dem Verein unterstützen und entlasten können.

Sabine Bader: Seit 2018 arbeitet die Bayerische mit Ihnen als Markenbotschafter für die Berufsunfähigkeitsversicherung zusammen. Wie haben Sie bisher die Zusammenarbeit erlebt?
Samuel Koch bei seiner Arbeit als Schauspieler am Theater

Samuel Koch: Ich habe das bisher immer als sehr herzlich und familiär empfunden. Ehrlich gesagt habe ich bei der Anfrage der Bayerischen schon anfangs überlegt, ob ich das wirklich machen will. Auch weil ich mich gefragt habe, ob ich dafür einstehen kann, da Schauspieler nur schwer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können.

Ich habe mich dann aber dafür entschieden, da ich so für etwas Sinnvolles stehen kann. Und ich hatte den Eindruck, dass die Bayerische sehr offen und lösungsorientiert ist. So haben sie eine Möglichkeit geschaffen, dass sich auch Schauspieler wie ich oder andere Kreativschaffende mit der Grundfähigkeitsversicherung „ExistenzPlan kreativ“ individuell absichern können.

Sabine Bader: Was ist Ihr persönliches Ziel als Markenbotschafter, also warum machen Sie sich für die Berufsunfähigkeitsversicherung stark?

Samuel Koch: Vor allem möchte ich für das Thema Berufsunfähigkeit und die Unwägbarkeiten, die das Leben bereithalten kann, sensibilisieren. Es kann einfach jeden treffen, mitten im Leben. Das muss kein vierfacher Genickbruch sein, wie es bei mir durch den Unfall war. Das kann Burn-Out sein oder eine andere Krankheit, die einen trifft. Sich und seine Familie in solch einer Situation dennoch ernähren zu können und bei all der Unfreiheit, die mit einer Berufsunfähigkeit einher geht, ein Stück autonom zu bleiben, empfinde ich als etwas Gutes.

Sabine Bader: Wieso sollten sich denn auch junge Menschen mit dem Thema Absicherung gegen Berufsunfähigkeit beschäftigen?

Samuel Koch: Zum einen ist es natürlich günstiger, wenn man als junger Mensch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt. Und zum anderen kann Berufsunfähigkeit auch junge Menschen treffen. Es ist oft ein Trugschluss, wenn man als junger gesunder Mensch denkt, dass das nur die Älteren betrifft.

Sabine Bader: Auf was freuen Sie sich am meisten, wenn die Coronazeit wieder vorbei ist?

Samuel Koch: Auf so vieles. Das hat vor allem mit Treffen und Begegnungen zu tun. Also Partys, Feiern, Konzerte, Leute einladen und besuchen. Aber auch auf Reisen und das Theater. Endlich wieder vor Ort proben zu können und Auftritte vor Publikum zu haben. Diese Atmosphäre und das Knistern, kurz bevor es losgeht und man noch hinter der Bühne ist. Und dann die Emotionen an die Zuschauer zu transportieren und ihnen einen schönen Abend zu bereiten.

Aber ich sehne mich auch danach, wieder unbeschwert mit meiner Familie und den Bekannten oder den Kollegen umzugehen. Dass man sich einfach umarmen kann, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Im Endeffekt ist es das Wiedererlangen der verloren gegangenen Unbeschwertheit, auf das ich mich besonders freue.

Sabine Bader: Wenn Sie in die Zukunft blicken: Welche Ziele haben Sie für die nächsten fünf oder zehn Jahre?

Samuel Koch: Wir haben zuhause an der Schlafzimmertür ein Vision Board aufgehängt, das meine Frau und ich zusammen gestaltet haben. Darauf haben wir festgehalten, was wir in den nächsten Jahren machen möchten. An erster Stelle steht das Kuscheltierkommando als Hörspiel, mit Musik und Geräuschen. Vielleicht entwickeln wir daraus auch ein kleines Live-Programm für Kinder. Wir haben viele Pläne. Da sind zum einen spannende Reiseziele, denn wir sind gern unterwegs und lernen Menschen und Kulturen kennen, dann Theaterprojekte und Projekte als TV-Schauspieler oder Regisseur.

Außerdem möchten wir mit unserem Verein eine Immobilie erwerben, die wir dann für die Familien zu einer Art Oase zur Erholung und für etwas unbeschwerte Zeit ausbauen wollen. Aber bei Plänen bin ich auch etwas vorsichtig, da sich Umstände schnell ändern können und ein Plan hinfällig wird. Ich versuche deshalb, so gut es geht in der Gegenwart zu bleiben.

Sabine Bader: Vielen Dank für das Gespräch!

 

Infos zur Berufsunfähigkeit

Jeder vierte Beschäftigte in Deutschland kann aufgrund gesundheitlicher Probleme irgendwann nur noch eingeschränkt oder überhaupt nicht mehr arbeiten. Über 400.000 Menschen beantragen deshalb jährlich eine Erwerbsunfähigkeitsrente. Trotzdem verkennen immer noch zu viele Menschen das Risiko und haben auch keine Absicherung. Dabei kann es jeden treffen: Ein Bäcker entwickelt eine Mehlallergie und kann seinen Beruf nicht mehr ausüben. Ein Lehrer traut sich aufgrund eines Burnouts nicht mehr vor die Klasse. Eine Krankenpflegerin fällt nach einem Sportunfall für mehrere Jahre beruflich aus.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) schützt vor den finanziellen Folgen, wenn man wegen einer Erkrankung oder nach einem Unfall nicht mehr arbeiten kann. Die staatliche Absicherung ist dann viel zu gering, um seinen bisherigen Lebensstandard zu halten. Menschen für das Thema BU zu sensibilisieren ist deshalb wichtig – genauso wie ein guter BU-Anbieter.

Die Bayerische hat im aktuellen BU-Stabilitätsrating von Map-Report, das vom Ratinghaus Franke & Bornberg herausgegeben wird, “hervorragend“ abgeschnitten. Damit beweist die Versicherungsgruppe mit Sitz in München, dass sie ihr Geschäft langfristig stabil halten kann und krisenfest aufgestellt ist.

Titelbild: © die Bayerische, Beitragsbilder: © Robert Schittko, die Bayerische

Autor

Sabine Bader
Sabine Bader
Pressesprecherin Konzern und Lebensversicherung Unternehmenskommunikation sowie Presse die Bayerische

Ähnliche Artikel

Kommentare

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Über unseren Blog

Die Bayerische - "die Versicherung mit dem Reinheitsgebot" - zählt mit ihrer mehr als 160jährigen Geschichte zu den traditionsreichsten deutschen Versicherern. Wir freuen uns, Sie auf unserem Blog "umdenken" begrüßen zu dürfen.

AKS Kompetenz-Center

Die Arbeitskraftsicherung ist keine Existenzsicherung. Obwohl sie immer wieder fälschlicherweise dafür gehalten wird. Die Produkte schützen, was sich der Versicherte im Laufe seiner Karriere hart erarbeitet hat: seinen Lebensstandard.

Max und Moritz

Streich #13: Max und Moritz über Reiseversicherungen

Hier wird nicht um den heißen Brei geredet. Maximilian Buddecke und Moritz Heilfort teilen ihre persönliche Meinung zu Themen, die die Branche bewegen.

Beiträge nach Themen

Kundengespräch 2.0: Das war der Biometriekongress am 23. Juni!

Echter Content für Ihren beruflichen Erfolg! Wie funktioniert Kundenberatung in der aktuellen Zeit? Welche neue Verantwortung trägt der Berater? Der Biometriekongress 2021 ist nun auch On Demand verfügbar.