Rohstoffkrise: nachhaltig bauen und absichern

Der Bau-Boom ist in vollem Gange – wäre da nicht der immer gravierendere Rohstoffmangel. Wie schaffen es Hauseigentümer, in dieser Situation nachhaltig zu bauen, beziehungsweise sich nachhaltig abzusichern?

Rohstoffkrise: Holz wird zur Mangelware

Egal ob Holz, Stahl, Kupfer oder Kunststoff: Viele Rohstoffe sind gerade Mangelware. Das stellt Handwerker, Hausbesitzer und Unternehmen vor große Probleme.

Laut einer aktuellen Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) sehen zwei Drittel der Industriebetriebe die Energie- und Rohstoffpreise als Gefahr für ihre wirtschaftliche Entwicklung. In der Umfrage wird laut Redaktions Netzwerk Deutschland (RND) kein anderes Risiko häufiger genannt.

Für die Rohstoffkrise gibt es viele Gründe. Nicht nur die Pandemie und die nun einsetzende Erholung der Wirtschaft haben den Rohstoffmarkt gehörig durcheinandergewirbelt. Bidens Konjunkturprogramm in den USA hat dort einen Bau-Boom ausgelöst und die Nachfrage nach Holz in die Höhe getrieben.

Doch wegen der Waldbrände im vergangenen Jahr und des Bergkiefernkäfers, der kanadische Wälder befallen hat, müssen die Amerikaner für teures Geld das Holz aus anderen Ländern wie Deutschland importieren. Auch China braucht Holz für seinen Wirtschaftsboom. Währenddessen hat Russland einen Exportstopp für das Material verhängt. Die deutschen Sägewerke können deshalb das Holz teuer ins Ausland verkaufen – doch damit wird das Angebot hierzulande knapp. Die Preise steigen laut einem Bericht der FAZ um das Fünffache.

Nachhaltig bauen mit Holz, Lehm, Jute, Hanf & Co.

Handwerker schlagen Alarm, weil sie trotz voller Auftragsbücher nicht arbeiten können. Der Holzmangel trifft die gesamte Baubranche, unter anderem auch die nachhaltigen Häuslebauer, bei denen sich das Material großer Beliebtheit erfreut: Holz gilt als „klimapolitische Schlüsselressource“, um den klimaschädlichen Zement zu verdrängen. In Bayern hat Forstministerin Michaela Kaniber nun ein Pilotprojekt gestartet um gemeinsam mit Waldbesitzern, Zimmerern und Sägern regionale Lieferketten für Holz aufzubauen und zu stärken.

Doch Holz ist nicht das einzige Material, das beim nachhaltigen Bauen zum Einsatz kommt. Dabei setzen die Hausbauer auf lokale Rohstoffe, die nicht klimaschädlich aus fernen Ländern importiert werden müssen und auch gerade besser zu beziehen sind als Holz. So bieten sich Jute oder Hanf als Dämmstoffe an, auch Lehm und Naturfarben auf Pflanzenbasis werden oft verbaut oder eingesetzt.

Wer nachhaltig baut, betrachtet den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes – vom Bau über die Nutzung bis hin zum Rückbau. Dies erfordert eine intensive und ausgeklügelte Planung, die sich aber auszahlen kann: Schließlich schont man mit nachhaltigem Hausbau nicht nur die Umwelt, sondern spart auch teure Energiekosten. Viele Maßnahmen für ein nachhaltiges Haus können auch nachträglich im Rahmen einer Sanierung durchgeführt werden.

Die nachhaltige Versicherung

Für diese Hausbesitzer und solche, die es werden wollen, haben sich Pangaea Life und Domcura zusammengetan, um ihnen eine passende umweltfreundliche Gebäudeversicherung anzubieten. „Eine Wohngebäudeversicherung benötigt ohnehin jeder. Warum nicht also nebenbei noch etwas Sinnstiftendes tun, ein paar Bäume pflanzen und grüne Energie erzeugen? Besser kann man es eigentlich nicht machen“, sagt Uwe Mahrt, Geschäftsführer der Pangaea Life.

Eine Besonderheit: Wenn ein Hausbesitzer im Schadensfall nachbessern muss, können im Rahmen der Öko-Police auch Wertverbesserungen hinsichtlich nachhaltiger Materialien erstattet werden. Und die Beiträge werden natürlich nachhaltig angelegt.

Auch die Produkte der Bayerischen selbst sollen nachhaltiger werden. Andreas Buhre, Leiter Underwriting & Portfoliomanagement bei der Bayerischen, erklärt: “Der Aspekt der Nachhaltigkeit nimmt auch immer mehr Einfluss auf das Thema Absicherung für das Zuhause. Denn auch hier können Versicherer und Versicherte der Umwelt etwas Gutes tun. So erhalten zum Beispiel Kunden der Bayerischen in ihrer Hausrat- und bald auch Wohngebäudeversicherung nachhaltige Leistungen mit dem optionalen Baustein Pangaea Life. Mit 20 Prozent Mehrleistung für nachhaltige Ersatzprodukte oder Wiederbeschaffung nach einem Schadenfall wollen wir aktiv nachhaltiges Handeln fördern. Damit möchten wir den Kunden die Hürde vor den höheren Kosten für nachhaltige Produkte nehmen.”

Titelbild: ©lucavicari/stock.adobe.com

Autor

Lisa Mayerhofer
Lisa Mayerhofer
Mitglied der NewFinance-Redaktion mit vorherigen Stationen beim Süddeutschen Verlag und Burda Forward.

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