Projekt „Schule für Morgen”: Mit Erfolg geht’s in die nächste Runde

Das Pilot-Schulenprojekt „Schule für Morgen” ist im Juni dieses Jahres erfolgreich gestartet und soll daher noch für dieses Schuljahr verlängert werden. Die Bayerische unterstützt damit Grundschüler, die durch die Corona-Pandemie Wissenslücken aufgebaut haben und entlastet Lehrer, die durch den erhöhten Lehraufwand an ihre Grenzen geraten sind. Unterstützt wird das Projekt vom Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) sowie der gemeinnützigen Organisation #wirfürschule.

Das Projekt „Schule für Morgen” ist erfolgreich gestartet

100 Schüler, 30 Tutoren, zwölf Schulen. Das ist die erfolgreiche Resonanz nach diesem Sommer. Mitte Juni hatte in München an der Grundschule an der Herterichstraße, Grundschule an der Klenzestraße sowie an der Grundschule Berg-am-Laim das Pilot-Projekt gestartet. Auch in anderen Städten und Gemeinden wie Nürnberg und an Schulen in Nordrhein-Westfalen und Sachsen ist das Projekt positiv aufgenommen worden. Der Nachhilfeunterricht findet dabei sowohl online wie auch vor Ort statt. „In den Sommerferien war die Nachhilfe an einer Münchner Schule vor Ort im Klassenzimmer möglich”, erklärt Pressesprecherin Sabine Bader der Bayerischen, die federführend die Koordination des Projekts innehat. Über ein Portal können Tutoren, Schulen und Lehrer miteinander kommunizieren. Für das richtige „Match” sorgt ein kleines Team der Versicherungsgruppe, um die passenden Lerngruppen zu bilden.

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Die Bayerische engagiert sich für das Projekt auch aus ihrer eigenen Historie heraus. Seit mehr als 100 Jahren versichert die Bayerische Lehrerinnen und Lehrer in ganz Deutschland und arbeitet schon sehr lange mit dem BLLV zusammen. Nicht nur aufgrund dieser starken Verbundenheit sieht sich die Versicherungsgruppe mit Sitz in München in der Verantwortung, hier einen Beitrag zu leisten. Deshalb möchte die Bayerische in dieser Phase langfristig helfen. Vorstandsvorsitzender der Bayerischen, Dr. Herbert Schneidemann, erklärte vor Projektbeginn im Sommer: „Sowohl Vorstandsmitglied Martin Gräfer als auch ich haben Lehrerinnen im Bekannten- oder Familienkreis. So haben wir von allen Seiten das Feedback erhalten, dass Lehrer mit der aktuellen Lage in der Luft hängen und doppelt so viel arbeiten, damit kein Kind auf der Strecke bleibt.”

Projekt will benachteiligte Schüler außerhalb des Unterrichts fördern

Hinzu komme, dass Eltern nicht immer die Möglichkeit haben, ihre Kinder schulisch ausreichend zu betreuen: sei es im Homeoffice oder mit sprachlichen Barrieren beziehungsweise in Haushalten mit mehreren Kindern. Mit Blick auf den Schulbeginn hätten Lehrer deshalb die Sorge gehabt, auf die unterschiedlichen Lernstände sowie auf die sozial-emotionalen Probleme der betroffenen Schüler nicht ausreichend eingehen zu können. Die Nachhilfe-Plattform der Bayerischen soll an dieser Schnittstelle ansetzen und die Lerndefizite der Schüler über das Jahr auffangen, damit sie im Unterricht wieder teilnehmen und Lehrer auch den stärkeren Schülern wieder gerecht werden können. Die Kosten für die Nachhilfe zahlt der Versicherer und möchte auf diesem Wege auch finanziell benachteiligten Schülern unter die Arme greifen.

Barbara Götte
Barbara Götte, pensionierte Lehrerin und Tutorin bei “Schule für Morgen”

Nach drei Monaten zeigt sich, dass das Konzept an den Schulen gut angenommen wurde. Sowohl Lehrer als auch Schüler und ihre Nachhilfelehrer fingen die individuellen Defizite neben dem Unterricht gut auf, sagt Pressesprecherin Sabine Bader. Als Tutoren haben sich mehrheitlich Lehramtsstudenten gefunden, aber auch pensionierte Lehrer engagieren sich in dem Projekt. Eine unter ihnen ist Barbara Götte, die von Beginn an geholfen hat. „Es war schön, mit den Kindern aus verschiedenen Nationen zu arbeiten. Sie waren alle sehr motiviert.” Nachhilfe für ein erfolgreiches Schuljahr funktioniere aber nur langfristig, sagt sie, weshalb sie sich „eine kontinuierliche Begleitung” für die Schüler wünscht. Bisher ist das Projekt „Schule für Morgen” mindestens bis Schuljahresende geplant.

Nachhilfe findet regelmäßig bis Sommer 2022 statt

Um in diesem Zeitraum die Lerndefizite aufzugreifen, findet derzeit die Nachhilfe bis zu zweimal wöchentlich statt. Lehrer, die das Gefühl haben, dass ihre Schüler zusätzliche Hilfe benötigen, können in Absprache mit den Eltern die Kinder auf der Plattform „Schule für Morgen” anmelden. Ein Großteil der Treffen findet coronabedingt online statt – was für ein paar Schüler jedoch zum Problem wurde, schildert Sabine Bader die ersten Erfahrungen. „Es fehlt an IPads oder Laptops, um den Lernstoff bearbeiten zu können.” In solchen Fällen stellt die Bayerische für die Zeit der Nachhilfe ein Endgerät zur Verfügung.

Ebensolche individuellen Absprache, die Kommunikation mit Eltern und Lehrern und generell die Betreuung der Website fordert das kleine Team der Bayerischen zuweilen stark. Hinzu komme, dass nicht jeder Schüler automatisch teilnehmen darf. „Auch wenn wir Schüler haben, die gerne Nachhilfe in Anspruch nehmen möchten, muss die Schule als Kooperationspartner zur Verfügung stehen”, erklärt die Pressesprecherin. Wenn die Schule das aber nicht möchte oder bereits andere Nachhilfeangebote zur Verfügung stehen, sei eine Förderung durch die Bayerische nicht möglich. Für Sabine Bader und ihr Team gibt es in den kommenden Monaten daher ein paar Stellschrauben, an denen sie drehen möchten. Denn der Versicherer möchte auch in Zukunft das Projekt weiterhin unterstützend begleiten.

„Schule für Morgen” trifft auf große Resonanz

Dass das Projekt ins Schwarze getroffen hat, zeigen die Zahlen: 80.000 Aufrufe verzeichnet die Plattform „Schule für Morgen” bereits und auch das Interesse der Studenten konnte die Bayerische wecken. Zumindest das von Emma Lang und Tim Kösters. Die beiden Studenten arbeiten als Tutor und fällen jeweils ein durchweg positives Resümee.

Emma Lang: „Nachdem mir das System und die Website erklärt worden ist, konnte ich die Seite sehr leicht bedienen und gleich mit der Nachhilfe durchstarten. Ich habe schon einige verschiedene Schüler kennengelernt und freue mich auf jede Unterrichtsstunde mit ihnen.” Und auch Tim Kösters findet nur lobende Worte und beschreibt seine Erfahrung wie folgt: „Ein sehr gut durchdachtes Programm zur Förderung der Grundschulkinder. Durch die Kostenübernahme ist eine individuelle Förderung jedes Kindes sehr gut möglich.” Ähnlich gute Noten erhält das Projekt vonseiten der Schulen, die schließlich maßgeblich der Förderung zustimmen müssen. Sylvia Kammergruber ist Leiterin einer teilnehmenden Grundschule und sagt: „Die Zuteilung der Tutoren des Projekts „Schule für Morgen“ klappte zeitnah und die Schülerinnen und Schüler konnten sofort online unterstützt werden.”

Beamte auch finanziell mit einer DU entlasten

Für die kommenden Wochen möchte die Bayerische das Projekt weiter in den Fokus der Öffentlichkeit rücken und arbeitet dazu mit dem Bayerischen Rundfunk zusammen. Aber auch darüber hinaus möchte der Versicherer Beamte unterstützen. Denn: Auch sie sind vor Dienstunfähigkeit, wie die Berufsunfähigkeit im öffentlichen Dienst bezeichnet wird, nicht geschützt – etwa jeder fünfte Beamte scheidet aufgrund gesundheitlicher Probleme vorzeitig aus dem Dienst aus. Die Dienstunfähigkeitsversicherung spannt über Beamten gewissermaßen ein finanzielles Schutzschild.
Mehr zum Thema „Schule für Morgen” gibt es hier.

Titelbild: © contrastwerkstatt/stock.adobe.com
Beitragsbilder: Barbara Götte, Tim Kösters, Emma Lang

Autor

NewFinance Redaktion
NewFinance Redaktionhttps://www.diebayerische.de
Hier bloggt die Redaktion von NewFinance.today zu allgemeinen und speziellen Themen rund um Versicherung, Finanzen und Vorsorge aber auch zu Unternehmensthemen der Bayerischen. Wir wünschen eine spannende und interessante Lektüre!

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