Höchstrechnungszins: Noch Luft nach oben?

Ab dem 1. Januar ist es soweit: Der Rechnungszins sinkt. Für Kunden hat sich ein Abschluss bestimmter Produkte in den letzten Monaten besonders gelohnt. Aber haben sie diese Möglichkeit wahrgenommen?

Reaktion auf den Rechnungszins

Der Hintergrund ist bekannt: Im Finanzbericht 2022 des Bundesministeriums der Finanzen steht festgeschrieben, dass der Höchstrechnungszins ab dem 1. Januar 2022 auf 0,25 Prozent sinkt. Damit setzt der Höchstrechnungszins eine bereits mehrere Jahrzehnte lange anhaltende Abwärtsbewegung fort. Leon Hofmann, Produktmanager Altersvorsorge bei der Bayerischen, warnte bereits vor einer Weile, dass die Rechnungszinssenkung auf die gesamte Altersvorsorgewelt haben werde.

Daraus ergibt sich die Frage: Wie haben Kunden auf diese Rechnungszinssenkung reagiert? Gab es tatsächlich einen Run auf bestimmte Produkte? Dazu haben wir Stefan Schlett, Leiter Vertriebsdirektion Süd und Michael Litzel, Organisationsleiter OD-Süd-West gefragt.

Redaktion: Herr Schlett, bis zum Inkrafttreten des neuen Höchstrechnungszinses ist es nicht mehr lange hin. Welche Effekte hatte die Rechnungszinssenkung bislang auf Anleger und Kunden?

Stefan Schlett: Die kommende Rechnungszinssenkung war vor allem für Kunden, die sich schon länger mit dem Thema Altersvorsorge und Arbeitskraftabsicherung befasst haben, aber noch unentschlossen waren ein entscheidender Faktor. Er hat ihnen quasi einen Schubs gegeben, um das Thema endlich anzugehen und sich den noch höheren Rechnungszins zu sichern.

Redaktion: Sind Kunden ausreichend informiert?

Stefan Schlett: Es gibt immer Luft nach oben. Wichtig ist vor allem, den Kunden aufzeigen zu können, was genau eine Anpassung des Rechnungszins bedeutet. Wir bei der Bayerischen haben hierzu eine eigene Landingpage mit Erklärvideos und einem eigenen Rechner entworfen, der dem Kunden die Auswirkungen sehr einfach und erlebbar vor Augen führt. Uns war es wichtig, das Thema so einfach und transparent wie möglich darzustellen.https://www.diebayerische.de/beraterportal/neuigkeiten/zinsvorteil

Michael Litzel: Der Rechner war wirklich teilweise ausschlaggebend. Mit ihm war es möglich, beispielhaft aufzuzeigen, was der niedrigere Rechnungszins für den Kunden bedeutet. Auf diese Weise haben sich die Kunden dann oft entschieden. Das kam sehr positiv an. Ich kann da natürlich nur für die Ausschließlichkeit sprechen, aber ich bin sicher, dass es im unabhängigen Bereich ähnlich war.

Redaktion: Zahlen scheinen beim Kunden gut anzukommen.

Michael Litzel: Wenn man es dem Kunden anschaulich machen, ihm die Zahlen zeigen kann, ihm sagt: So und so sieht dein Tarif dann aus, dann hat man einen gewaltigen Vorteil. Ähnlich war es damals bei unserem Rechner zum Solidaritätszuschlag. Dieser fand im letzten Jahr ebenfalls großen Zuspruch.

Redaktion: Und welche Auswirkungen auf Kunden sind im nächsten Jahr zu erwarten?

Stefan Schlett: Das Thema Altersvorsorge und Arbeitskraftabsicherung wird auch im nächsten Jahr eine wichtige Rolle spielen. Wir bei der Bayerischen haben gerade mit Pangaea Life eine sehr interessante Altersvorsorge am Markt, die durch Ihren einzigartigen Nachhaltigkeitsinvestment Kundengelder ökologisch und sozial nachhaltig bei sehr attraktiver Rendite anlegt.

Titelbild: © die Bayerische

Autor

Lars-Eric Nievelstein
Lars-Eric Nievelstein
Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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