Sommer, Sonne, Flutgefahr: Sind die Deutschen abgesichert?

In den Sommermonaten brechen regelmäßig Gewitter und Sturzfluten über Deutschland herein. Haben die Kunden nach der Flut im letzten Jahr etwas geändert? Wie sieht die Versicherungsdichte mittlerweile aus? Und wie können sie sich absichern?

Hochwasser, hohe Schäden

In Europa, genauer gesagt in Deutschland, Belgien und weiteren angrenzenden Ländern kam es vom 13. bis 18. Juli 2021 durch das Sturmtief Bernd zu Überschwemmungen, die einen Schaden von etwa 36 Milliarden Euro (40 Milliarden Dollar) anrichteten. Für Versicherungen war 2021 das teuerste Naturgefahrenjahr. In Deutschland „summierten sich die Schäden durch Naturgefahren wie Sturm, Hagel, Überschwemmung und Starkregen auf rund 12,7 Milliarden Euro auf“, sagte Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Derart hohe Schadenssummen sorgen berechtigterweise für Angst bei Hausbesitzern in besonders gefährdeten Gebieten. Auch Fahrzeuge blieben nicht verschont: Bei Kfz-Versicherungen lag der Schaden bei 1,7 Milliarden Euro. 

Die Gefahr einer derartigen Flutkatastrophe ist nicht überall gleich hoch. Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind besonders stark betroffen, aber auch in Bayern und Sachsen kommt es immer wieder zu schweren Schäden. Eine Tabelle der GDV zeigt, wie hoch die Schadenssummen je Bundesland ausgefallen sind:

 

Wo sind die Schäfchen im Trockenen?

2019 waren in Deutschland mit 45 Prozent weniger als die Hälfte der Bundesbürger mit einem erweiterten Naturgefahrenschutz – also gegen Elementarschäden wie Starkregen oder Hochwasser – ausgestattet. Diese Grafik zeigt den Anteil an Wohngebäuden mit der entsprechenden Absicherung:

Auffällig ist, dass auch in den besonders gefährdeten Gebieten, wie NRW und Rheinland-Pfalz, der Anteil mit 45 und 35 Prozent nicht wirklich höher ist. Regionen, die demnach durchaus Potential bieten. In Baden-Württemberg, Platz acht in der vorherigen Tabelle zu Elementarschäden, liegt der Anteil an versicherten Gebäuden dafür bei vorbildlichen 94 Prozent. 

Elementarer Schutz

In Anbetracht der Katastrophe im vergangenen Spätsommer und der Gefahr einer Häufung solcher Ereignisse in der Zukunft, schlägt die GDV ein Konzept zur Klimafolgenanpassung vor. „Als Folge des Klimawandels müssen wir künftig immer öfter mit Wetterextremen und schweren Schäden rechnen“, erklärt Asmussen. Deshalb enthält das Positionspapier die Forderung, dass in gefährdeten Gebieten, beispielsweise direkt an Flüssen, ein Bauverbot herrscht oder verpflichtende Klima-Gefährdungsbeurteilungen durchgeführt werden. 

Die klassische Gebäudeversicherung deckt zwar Schäden durch normalen Sturm oder Hagel ab, Elementarschäden wie Starkregen oder Hochwasser jedoch nicht. Viele sind sich dessen nicht bewusst, um buchen diesen Elementarschutz daher nicht als Zusatz. Die Versicherungswirtschaft will daher „künftig im Neugeschäft allen privaten Hauseigentümern – unabhängig von der Gefährdung (Lage, Exponierung) – nur noch eine vollintegrierte Wohngebäudeversicherungen inklusive Elementargefahren anbieten“.

Unterdessen bietet die Bayerische exklusiv über ihre Tochter asspario Versicherungsdienst eine eigenständige Elementarversicherung an, die “Elementar Solo”. Hier erfahren Interessierte mehr darüber. 

Titelbild: © Galyna Andrushko/stock.adobe.com

Autor

Victor Massari
Victor Massari
Nach dem Abschluss seines Abiturs direkt an der Zugspitze in Bayern zog es den gebürtigen Garmischer in die Großstadt. In München studiert er jetzt Mediendesign und ist das jüngste Mitglied im Team der Online-Redaktion von New Finance.

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