Deutschland fehlt Mut zum Trauern: die Bayerische kooperiert mit Emmora

Deutschlands Bevölkerung altert. Dennoch ist der Tod ein Tabuthema. Um das zu ändern, kooperiert die Bayerische nun mit dem Startup Emmora.

Europa altert

Europa ist aktuell der älteste Kontinent der Welt. Einer UN-Prognose zufolge soll sich das in den nächsten 30 Jahren auch nicht ändern. Der Altersdurchschnitt soll bis 2050 auch weiter steigen – und zwar um etwa 4,5 Jahre. Zum Vergleich: Für Nordamerika sieht die Prognose einen Anstieg des Altersdurchschnitts um 4,4 Jahre voraus. Mit wachsendem Alter steigt generell auch das Risiko für eine Erkrankung oder Altersleiden. Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) sind in Deutschland im vergangenen Jahr etwa 939.500 Menschen gestorben. Die bei Männern liegt bei 78,6 Jahren, bei Frauen sind es 83,4 Jahre.

Quelle: Statista

Deutschland fehlt Mut zum Trauern

Doch trotzdem ist das Thema Tod in Deutschland seit langer Zeit ein Tabu. Bereits 2011 bemängelte die Welt den „fehlenden Mut“ vonseiten der Deutschen hinsichtlich der Trauer. Die Gesellschaft habe vieles von dem, was früher selbstverständlich zum Tod und zur Trauerkultur gehörte, verlernt. Ähnlich sah der Bestatter Udo Portner das. Die Gesellschaft habe den „Tod outgesourcet“, der Tod sei komplett tabuisiert, erklärte er 2018 gegenüber mdr Kultur.

Bayerische kooperiert mit Emmora

Das muss aber nicht sein. Künftig wird nun die Versicherungsgruppe die Bayerische mit dem Start-Up Emmora zusammenarbeiten, das Dienstleistungen und Beratung zum Thema Lebensende anbietet. Kunden der Sterbegeldversicherung der Bayerischen erhalten so Mehrwerte über die Versicherung hinaus. „Der Tod ist nach wie vor ein Tabuthema. Dabei sind wir alle früher oder später davon betroffen“, erklärt Martin Gräfer, Vorstand der Versicherungsgruppe die Bayerische. „Deshalb ist es nicht nur wichtig, mit einer Sterbegeldversicherung finanziell für eine Bestattung vorzusorgen, sondern auch die vielen organisatorischen Aufgaben rund ums Lebensende zu bedenken.“

Durchorganisiertes Lebensende

Mit in Emmoras Repertoire: Unterstützung bei Fragen zur Bestattungsvorsorge, psychologische Beratung für Trauernde oder auch Organisation von Beerdigungen. Aber Emmora, gegründet im Jahr 2019, kümmert sich darüber hinaus auch um alle anderen Bereiche, die zum Lebensende oder nach dem Tod anfallen und bei denen Kunden Hilfe brauchen. Um stets umfassende Hilfe zu gewährleisten, hat Emmora ein breites Netzwerk von Dienstleistern aufgebaut, darunter etwa Bestatter, Musiker oder Floristen.

„Bestattungen sind kostspielig und immer mehr Menschen wollen bereits zu Lebzeiten die Bestattungskosten finanziell absichern, um ihre Angehörigen zu entlasten.“ – Evgeniya Polo, Geschäftsführerin von Emmora

Erst im Sommer konnte die Sterbegeldversicherung der Bayerischen Doppelgold in einem aktuellen Rating von SeguraLife einfahren. „Das Bestattungsgeld der Bayerischen hat eine der besten Wartezeiten am Markt“, sagte Philipp Sprenger, Geschäftsleiter der Segura GmbH, dazu im persönlichen Gespräch. Weitere Informationen finden Interessierte abschließend im Beraterportal der Bayerischen.

Titelbild: ©moodboard/stock.adobe.com

Autor

Lars Nievelstein
Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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