Stichwort Elementarschäden: Das Klima wandelt sich und asspario zieht mit

Der GDV rechnet für Haus- und Unfallversicherer mit dem teuersten Jahr seit Beginn der Statistik. Die Fluten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sollen Schäden in Höhe von rund 11,5 Milliarden Euro verursacht haben. Klimaforschern zufolge könnte das Usus werden. Damit sich Kunden (besser) absichern können, bietet die asspario ein neues Produkt. Kann eine Solo Deckung für Kunden besser sein kann als das Trägerprodukt?

Ausschlaggebend war die Flutkatastrophe im Juli dieses Jahres, als das Ausmaß der Zerstörung die schlimmsten Erwartungen sogar noch übertroffen hatte. Der versicherte Schaden beläuft sich auf rund sieben Milliarden Euro. Erste Schätzungen musste der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) nach fortgeschrittener Schadenaufnahme nach oben korrigieren. Damit hat “Sturmtief Bernd” die schadenreichste Naturkatastrophe Deutschland verursacht. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das: 250.000 Schadensfälle, rund 200.000 an Häusern, Hausrat und Betrieben. Umgekehrt waren aber nicht einmal die Hälfte (46 Prozent) der Gebäude gegen Naturgewalten wie Starkregen und Hochwasser geschützt. Die Folgen der Flutkatastrophe offenbarten eine Versicherungslücke, die viele Menschen in Existenzängste brachte.

Für Altverträge ist “Elementar Solo” eine günstige Alternative

Angesichts dieses Ungleichgewichts und der Schätzungen von Experten, dass Unwetter auch in Zukunft in dieser Intensität zur Normalität werden, sehen sich Versicherer in der Pflicht, diese Lücke zu schließen. Eine entsprechende Elementarschadenversicherung, die schnell und damit sehr zeitnah auf dem Markt zur Verfügung steht, sieht Arne Buchhop, Mitglied des Vorstands bei asspario Versicherungsdienst, damit als zukunftsweisend und sagt:

“Wir können nicht dauerhaft den Staat mit der Übernahme der Schäden belasten. Hierfür muss der Eigentümer der Immobilie, beziehungsweise der Mieter seiner Wohnung, eigenständig in die Verantwortung gehen und sich dieser auch bewusst werden.”

Aus diesem Grund bietet die  Versicherungsgruppe die Bayerische exklusiv über ihre Tochter asspario Versicherungsdienst eine eigenständige Elementarversicherung an, die “Elementar Solo”. Deckungsgleich mit der gängigen Elementarschadenversicherung greift sie etwa bei Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdrutsch, Lawinen und Schneedruck. Martin Gräfer, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Allgemeine Versicherung, sagt: “Elementar Solo ist ein Beitrag, um zumindest für die Zukunft mehr Menschen mit dieser sinnvollen Versicherung zu erreichen.”

Der Schutz war bislang meist nur als Zusatzbaustein in einer Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung erhältlich. Das Problem zeigte sich in der Regel bei älteren Verträgen, da dort der Einschluss einer Elementarschadenversicherung mit einer Umstellung auf den aktuellen Tarif des jeweiligen Anbieters verbunden war – und damit auch erhebliche Mehrprämien verursachte. Gräfer: “Für solche Kunden kann die separate Absicherung die günstigste und einfachste Lösung darstellen.” Umgekehrt gibt es natürlich auch einige wenige Kunden, die von der Lösung nicht profitieren. Dazu zählen Hausratsrisiken, wenn derjenige ohne Kellerabteil mit eingelagertem Hausrat in einem Gebäude nicht im Erdgeschoss beziehungsweise im Dachgeschoss lebt. Denn Kellerabteile könnten ebenfalls von einer Überschwemmung betroffen sein.

Flut

Die Leistungen der “Elementar Solo” im Detail

Was kann also das Produkt genau? Zerstören Naturgewalten das Gebäude vollständig, erstattet der Versicherer die ortsüblichen Wiederherstellungskosten. Bei beschädigten Gebäuden zahlt er die Reparatur. Die maximale Leistung liegt bei drei Millionen Euro. Bei der Wohngebäudeversicherung müssen Kunden zehn Prozent Eigenanteil tragen: mindestens 500 Euro und höchstens 5000 Euro. Bei Erdbeben fällt generell der Höchstbetrag an.

Für die Hausratversicherung gilt eine Selbstbeteiligung von 250 und höchstens 2500 Euro, wobei die Erdbebenklausel entfällt. Die Wartezeit beträgt einen Monat, bei Vorschäden in Folge des Sturmtiefs “Bernd” verlängert sie sich auf drei Monate.

VP-Siegel-Produkt-des-Monats-die-BayerischeEntscheidet sich ein Kunde für die Absicherung mit Elementar Solo, muss er nicht zwangsweise in den neuesten Tarifstand seines Wohngebäude- beziehungsweise Hausratversicherers wechseln – das ist in der Regel mit deutlichem Mehrbeitrag versehen. Insbesondere Personen, die aktuell von Sturmtief Bernd betroffen waren, bekommen normalerweise keinen Schutz mehr bei ihrem Anbieter, da hier die klassische, marktübliche Prüfung der Vorschadensituation zum Tragen kommt. Asspario hat gemeinsam mit der Bayerischen als Risikoträger eine Sonderfreigabe verhandelt. Arne Buchhop erklärt: “Alle Betroffenen der Flutkatastrophe – sofern es der einzige Elementarschaden innerhalb der vergangenen zehn Jahre war –  bekommen ganz normal den Schutz über den Tarif. Beitrag und Leistungen bleiben aber komplett unverändert erhalten.” Damit will der Versicherer seiner sozialen Verantwortung gerecht werden und seinen Kunden den Zugang zum Elementarschutz ermöglichen.

Auf diese Weise reagiert der Vermittler auch zeitnah auf die Geschehnisse und verhindert somit eventuell Haftungsrisiken. Der Kunde ist gut versorgt und der Vermittler kann prüfen, ob eine spätere Konsolidierung der gesamten Gefahren in einem Tarif sinnvoll ist.

Pauschale Größenklassen statt Quadratmeterpreise

Anders als bei Standardprodukten berechnet sich die Prämie nicht nach den einzelnen Quadratmetern des Gebäudes. Alle Ein- oder Zweifamilienhäuser bis 400 Quadratmeter kosten in der Gefahrenzone Zürs 1 und 2 pauschal 110,00 Euro pro Jahr. In Zürs 3 prüft der Versicherer im Einzelfall. Die Hausratversicherung staffelt sich in drei Größenklassen und nach Zürs-Zone. So reichen die Beiträge von 35,70 bis 214,20 Euro jährlich. Somit sind 99 Prozent aller Gebäude gegen Naturgewalten überhaupt versicherbar.

Titelbild: ©Wojciech Wrzesień/stock.adobe.com

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NewFinance Redaktion
NewFinance Redaktionhttps://www.diebayerische.de
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