Ein elektrisierender Job: Elektriker unter Hochspannung

Elektriker setzen sich im Alltag besonderen Risiken aus. Welche sind das, wie tickt die Zielgruppe und welche Versicherungen braucht sie? Wir geben einen Überblick.

Der Elektriker in Zahlen

Zuerst die Fakten. Deutschlandweit zählt die Elektrotechnik- und Elektronikindustrie rund 873.000 Beschäftigte (Stand 2020) und macht einen Gesamtumsatz von fast 182 Milliarden Euro. Das berichtete das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) gibt an, dass die E-Handwerke 2021 ein Umsatzplus von 5,6 Prozent hingelegt haben (auf 72,2 Milliarden Euro). Es sei ein Trend wachsender Betriebsgrößen bei gleichzeitiger Abnahme der Betriebszahlen messbar. Die Beschäftigtenzahlen legten um 0,5 Prozent auf 518.176 zu. Die Elektrotechniker machen in Sachen Umsatzentwicklung den Löwenanteil aus. Im Jahr 2021 betrug der Umsatz 63,27 Milliarden Euro (plus 6,2 Prozent). Auch hier geht eine wachsende Beschäftigtenzahl mit einer sinkenden Zahl der Betriebe Hand in Hand.

Arbeiten unter Strom

Weil die E-Handwerke in häufigem Kontakt mit speziellen Maschinen und dem elektrischen Strom sind, setzen sie sich im Arbeitsalltag ständig Risiken aus. Mit dabei sind unter anderem:

  • Gefährliche Körperströme, etwa beim Berühren von unter Strom stehenden Anlagenteilen.
    Verbrennungen, Brände oder gar Explosionen.
  • Unterspannungen, Überspannungen und elektromagnetische Einflüsse.
  • Stromunterbrechungen und/oder Unterbrechung der elektrischen Anlage für Sicherheitszwecke.
  • Lichtbögen, die Blendeffekte bis hin zur Schädigung der Augen auslösen können.

Laut der BG ETEM (Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse) kommt es immer häufiger zu Stromunfällen bei der Nutzung von Prüfgeräten und deren Zubehör. Die meisten Stromunfälle (etwa 90 Prozent) ereignen sich im Bereich der Niederspannung, also unter 1.000 Volt.

Cyberbedrohungen nehmen zu

Ein weiteres Risiko kommt vom Computer. Genau wie viele andere Branchen stellt sich auch die Elektrotechnik diversen Herausforderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt. Ingolf Jakobi, Hauptgeschäftsführer des Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), sagt dazu im Jahresbericht 2021:

„Kundenverhalten und Prozesse verändern sich radikal. Darauf müssen unsere Betriebe reagieren.“

Reagieren, das heißt neue Tools etablieren, Schnittstellen effizienter gestalten und ganz allgemein den Betrieb auf den aktuellen Stand der Technik bringen. Damit öffnen Unternehmen allerdings Tor und Tür für Cyberkriminelle. In den vergangenen Jahren hat das Verbrechen über das Internet obszöne Maße angenommen. Der deutschen Wirtschaft entsteht jährlich ein Schaden, der in die Milliarden geht. Oftmals geht die Gefahr dabei von den eigenen Mitarbeitern aus – allzu schnell ist mal eine unschuldig wirkende Phishing-Mail geöffnet oder ein fremder USB-Stick angeschlossen. Welche Auswirkungen das haben kann und wie Unternehmen sich davor schützen können, haben wir im Beitrag „Geschenk für Cyberkriminelle“ zusammengefasst.

Individuelle Absicherung

Die Versicherungsgruppe die Bayerische stellt ab sofort ein erweitertes Angebot an branchenspezifischen Gewerbeversicherungen zur Verfügung. Sie sind exakt auf die jeweiligen Bedürfnisse des Gewebes zugeschnitten. Für einige spezielle Branchen bietet die Bayerische vorgefertigte Angebote, darunter etwa Hotellerie und Gastronomie, Textil- und Lebensmittelhandel, Heilnebenberufe und Elektriker. Martin Gräfer, Vorstandsmitglied der Bayerischen, sagt dazu: „Unsere Leidenschaft gilt Lebenswerken. Wir wollen die beste Unterstützung zur Erfüllung von Lebensträumen bieten. Individuelle Branchenlösungen für den passenden Schutz der Kunden – das ist unser Ziel mit der Gewerbeversicherung der Bayerischen.“

Das kann die Allgefahren-Deckung

Dabei geht die Bayerische individuell auf die ganz eigenen Tücken und Besonderheiten der verschiedenen Branchen ein. Eine Besonderheit hierbei: Die Allgefahren-Deckung in der Inhaltsversicherung. Diese bietet zusätzliche Sicherheit für Unternehmen, indem sie die Beweislast im Sinne des Kunden umdreht. Konkret bedeutet das: Alles, was nicht in den Versicherungsbedingungen ausgeschlossen ist, ist mitversichert. Und zuletzt gibt es in allen Produkten nachhaltige Mehrleistungen – das heißt, auch das grüne Herz der Kunden kommt auf seine Kosten.

Im Beitrag „Der frühe Vogel im Gewerbe“ stellen wir außerdem die Zielgruppe Bäcker vor.

Titelbild: ©Stefan Arendt/ stock.adobe.com

Autor

Lars-Eric Nievelstein
Lars-Eric Nievelstein
Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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